Archiv für den 19. Januar 2009

The warm surprise

Having a baby is one of the strangest things that can happen to you. From one moment to the other you’re supposed to be a baby specialist when you turn into a father or a mother. And immediately your surrounded by baby specialists that criticize you or try to give useful hints to treat your baby right.

If that’s not the case for a second there are still your own parents that can tell you that they don’t see their grandchild often enough.
Despite these influences of people who think they know the science of babyalism you’re still responsible to find out how your own baby works.

Tony Jones has a baby. Actually his child is already 4 years old. Still he’s trying to find methods to calm his child down, whenever it goes wild. And as he finally got one working method he says:

warmbath

Somehow this is a special TMItweet. This tweet definitely offers a TMI message, but can you locate it? It seems to be in one’s own head. What a strange thing. As if that kind of action happens all the time. Find out if there are people that don’t get the message!

Eltern können einfach nicht zuhören

Da versucht einmal ein Baby seine Eltern vor Unheil zu bewaren und dann sowas…

Mediale Unabhängigkeit

Verena Friederike Hasel hat im Tagesspiegel einen Patchwork-Artikel über Blogs veröffentlicht. Interessanterweise wurde sich auf den Artikel in der Blogosphäre kaum bezogen. Nur Spreeblick und Coffee&TV rümpften etwas ihr pekiertes Näschen.

Dabei ist der Artikel, wie ich finde, schön geschrieben. Und man sollte ihn auch als Patchwork-Artikel lesen. Sie versucht zwar auch einen generellen Ausblick über die Blogs und was sie noch lernen müssen zu geben, aber das klappt irgendwie nicht. Kann man auch ignorieren. Sie wirft einen sachlichen Blick auf Blogs, durch die Augen einer Leserin, die nun nicht über alle Maßen blogaffin ist. Dazu passt es nicht, die Position im Artikel zu wechseln und irgendwelche Wertigkeiten ins Spiel zu bringen. Hätte man auch nicht müssen. Aber egal.

Hasel kratzt aber an zwei Dingen, die ich ganz interessant finde. Einerseits, die von ihr abgelehnte “Bühne der Freiheit”, die Blogs darstellen – wer immer das auch behaupten mag. Andererseits die Frage, weswegen Blogs in Deutschland sich nicht so durchgesetzt haben.

Über Freiheit hatte ich es ja schon einmal. Hasel lässt ihren Gedanken aber verkümmern. Blogs seien keine “Bühne der Freiheit”, weil der Blog von Pax erst durch den Guardian gehypt werden musste. Und eine weitreichende Verbreitung von Blogs stünde entgegen, dass sie zuviel Information böten, als dass eine größere Anzahl von Lesern die Muße hätten, sie zu durchstöbern.

Es ist völlig unklar, weswegen Blogs nun keine “Bühne der Freiheit”, was immer damit gemeint sein soll, sind und ob beide nachfolgenden Gedanken dagegen sprächen. Damit meint man doch eine publizistische Unabhängigkeit. Gewährt im allergrundlegensten Fall durch kostenlose Bloganbieter. Zeitungen dürfen sich ja viel eher die Frage stellen, ob sie eher eine “Bühne der Freiheit” sind, wenn es sich heutzutage keine einzige Tageszeitung leisten kann, nicht über das Dschungelcamp zu berichten. Blogs können das. Ohne Probleme. Und ohne zu befürchten, dass man deswegen out werden würde. Die Blogs leisten sich genau die journalistische Freiheit, mit denen Zeitungen einst angefangen sind. Vielleicht sind Zeitungsmacher weniger über Blogs, sondern über den Verlust des eigenen früheren Status’ so sauer.

Der zweite interessante Gedanke Hasels dreht sich um die thematische Bedeutungslosigkeit deutscher Blogs. Diese Diskussion gibt es in anderen Ländern eben so. Immer wird der Vergleich mit Amerika angestrebt, dort seien Blogs viel tiefer verankert. Dort spielen aber auch Radiosendungen politisch eine bedeutsamere Rolle als in Deutschland. Niemand beschwert sich um die Bedeutungslosigkeit von WDR 4.

In der Tat sind die bekanntesten deutschen Blogs erschreckend seicht. Hasel unkt, dass könna damit zusammen hängen, dass bisher kein spektakulärer Coup gelandet worden sei, was damit zusammenhängen könnte, dass Deutsche wenig blogaffin seien. Auch kein sonderlich überzeugender Schluss. Blöd für die Zeitungen bleibt weiterhin, dass in Blogs die Gefahr lauert, dass sie an Niveau deutlich zulegen.

Ich denke eher, dass deutsche Zeitungen doch ziemlich gut sind. Was wirklich politisch relevant ist, wird von denen aufgegriffen und durch kluge Köpfe wiedergegeben. Die gegenseitige Konkurrenz spornt da auch an. Das ist doch gut. Deutschlandinterne Themen sind also quasi vergeben an Zeitungen, wenn die schon nicht einmal mehr ihre Pfoten von Popkulturscheiss wie dem Dschungelcamp lassen können.

Derzeit wären deutschlandexterne aber deutschlandrelevante Themen ein Freiplatz. Es gibt viele Krisengebiete, die in deutschen Zeitungen nicht unterkommen, weil die zuständigen Redakteuere meinen, sie hätten keinen Platz dafür.

Es ist schon sonderbar, dass deutsche Zeitungsleser derzeit besser über die Lage im Dschungelcamp informiert sind als über die Lage der Hutus und Tutsis. Und komme mir nun niemand mit, das eine sei doch nun Feuilleton und das andere der Politikteil. Wie zynisch möchten Sie werden? Statt Leuten bei der Zivilisation zu helfen, entzivilisiert man lieber zur Unterhaltung abgehalfterte Ex-Stars. Und die Zeitungen müssen darüber schreiben. Sie müssen es. Verstehen Sie? Sie müssen es:

TAZ, FAZ, Süddeutsche, Tagesspiegel, Welt, NOZ, Die ZEIT, Frankfurter Rundschau, Berliner Morgenpost, Rheinische Post, Hamburger Abendblatt, General Anzeiger Bonn, Neuß-Grevenbroicher Zeitung, Berliner Zeitung, Augsburger Allgemeine, Wetterauer Zeitung, tz, Mitteldeutsche Zeitung, Kölner Express und und und.

Dies scheint aber nur ein Virus zu sein, das deutsche Zeitungen anheimfällt. Die Neue Züricher Zeitung kann auch seit 3 Jahren ganz gut ohne.

Damit fällt aber auch das Argument der Unübersichtlichkeit von diversen Blogs, aus denen der User mühevoll seine Informationen heraussuchen muss. In Zeitungen muss er mittlerweile genauso filtern, um neben Dschungelcamp-artigen Berichten und Werbung das Interessante zu finden.

Die Geschichte des Katzenquälers

Ich bin eigentlich ganz froh, dass nicht jeder Trend aus den USA seinen Weg nach Europa findet. Das unterscheidet mich wohl von denjenigen, die sich immer genötigt fühlen, auf jeden amerikanischen Zug aufzuspringen und sich dann darüber beklagen, dass die Deutschen zu blöd sind für diese neuen Dinge.

Gern wird dabei übersehen, dass die Deutschen vielleicht einfach was besseres zu tun haben, als diese Trends mir nichts, dir nichts zu übernehmen.

Nun gut. Während man in Deutschland große Sorge hat, mit Schäuble könnten sich alte Überwachungsszenarien wie in der DDR oder in 1984 wiederholen, sollte man derartige Ängste in den Vereinigten Staaten wohl eher auf stinknormale Internetbenutzer projezieren.

Vor wenigen Wochen war es Boxxy, deren Lebenslauf nach ein paar aufgedrehten You-Tube-Videos bis ins kleinste Detail aufgespürt und online veröffentlicht wurde, nun ist es ein weiteres Kind. Zwar hat dieser Bengel wohl wirklich Scheisse gebaut, in dem er meinte, es sei cool, seine Katze zu verprügeln, einzuschüchtern und dieses filmerisch auf YouTube zu verbreiten, aber mich stimmt irgendwie sorgevoll, wie derartige Teenager dann ausgeschlachtet werden: www.Kenny-Glenn.net.

Januar 2009
Mo Di Mi Do Fr Sa So
« Dez   Feb »
 1234
567891011
12131415161718
19202122232425
262728293031  
Altpapier
Schnappschuss

Letzte Kommentare