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Archiv für den 7. August 2010

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Guten Morgen

morgenkaffee

Der öster­rei­chi­sche römisch-katholische Bischof Andreas Laun hat sich auf der pola­ri­sie­ren­den Inter­net­seite kath.net Eva Her­man ange­schlos­sen in der Mei­nung, das Drama der Love­pa­rade sei eine Strafe Got­tes:

Was aber die Love­pa­rade betrifft und den Gedan­ken, das Unglück mit „Strafe Got­tes“ in Ver­bin­dung zu brin­gen, emp­fin­det man als empö­rend, weil und wenn man denkt: „Sünde? Wer? Wir doch nicht, wir amü­sie­ren uns, wie wir wol­len! Gott soll sich unter­ste­hen, einen sol­chen Gott gibt es nicht!“

Mit ande­ren Wor­ten: Man wei­gert sich anzu­er­ken­nen, dass die Love­pa­rade, abge­se­hen von ihrem krank­haf­ten Erschei­nungs­bild, auch mit Sünde zu tun haben könnte und darum, fol­ge­rich­tig, auch mit dem rich­ten­den und stra­fen­den Gott!

Wenn Gott „straft“ tut er dies mit der Absicht, den Men­schen zurück­zu­ho­len, Gott straft aus Liebe!

[via fefe]

Die CDU liess sich auf Kos­ten der Steu­er­zah­ler Tipps geben, wie man die FDP am bes­ten angrei­fen kann.

Das ZDF hat dem zur Bun­des­re­gie­rung als Regie­rungs­spre­cher wech­seln­den Stef­fen Sei­bert ver­trag­lich ein Rück­kehr­recht zuge­stan­den, obwohl ZDF-Chefredakteur Peter Frey zunächst bedau­ert hat, dass Sei­bert seine Zukunft nicht im Jour­na­lis­mus sah.

Anne Roth hat sich im Urlaub mit Meis­ter Floh von E.T.A. Hoff­mann aus­ein­an­der­ge­setzt und ist sehr begeis­tert: In die­ser Erzäh­lung geht es um unge­rechte staat­li­che Ver­fol­gung auf­grund von irre­le­van­ten Indi­zien:

Nach­dem der Prot­ago­nist der Erzäh­lung, Peregri­nus Tyß, den „Meis­ter Floh“ ken­nen­ge­lernt hat, wird er auf Antrag des Gehei­men Hof­rats Knarr­panti plötz­lich ver­haf­tet. Ihm wird vor­ge­wor­fen, am Weih­nachts­abend aus einer gro­ßen Gesell­schaft, die bei einem rei­chen Ban­kier ver­sam­melt gewe­sen war, eine vor­nehme Dame ent­führt zu haben. Als sich her­aus­stellt, dass in der Stadt gar keine vor­nehme Dame ver­misst wird, meint der Geheime Hof­rat, „wenn erst der Ver­bre­cher ermit­telt sei, würde sich das began­gene Ver­bre­chen von selbst fin­den“.

E. T. A. Hoff­mann spielte damit auf einen wah­ren Fall an, der sich wenige Monate vor der Arbeit an Meis­ter Floh ereig­net hatte. 1814 war Hoff­mann wie­der in den preu­ßi­schen Staats­dienst getre­ten, 1816 wurde er zum Kam­mer­ge­richts­rat ernannt und 1819 in die Unter­su­chungs­kom­mis­sion „zur Ermitt­lung hoch­ver­rä­te­ri­scher Ver­bin­dun­gen und ande­rer gefähr­li­cher Umtriebe“ beru­fen. Dabei ging es um die so genannte Dem­ago­gen­ver­fol­gung im Anschluss an die Karls­ba­der Beschlüsse gegen Mit­glie­der der ver­bo­te­nen Bur­schen­schaf­ten und der Turn­be­we­gung. Hoff­mann wider­sprach dabei dem Minis­te­ri­al­di­rek­tor im Poli­zei­mi­nis­te­rium, Karl Albert von Kamptz, als die­ser Fried­rich Lud­wig Jahn (bekannt als Turn­va­ter Jahn) früh­zei­tig öffent­lich für über­führt erklärte und ent­spre­chende Berichte in den Ber­li­ner Zei­tun­gen lan­cierte, obwohl die­sem kei­ner­lei kon­kre­tes recht­li­ches Ver­ge­hen vor­ge­wor­fen wer­den konnte.

[aus: Wiki­pe­dia]. Anne Roth ist durch ihre Arti­kel über die staat­li­che Ver­fol­gung ihres Man­nes And­rej Holm bekannt gewor­den. Ähn­lich­kei­ten der Geschichte mit der heu­ti­gen Zeit bitte selbst her­aus­fin­den.

Und wäh­rend ich mir die Frage stelle: Sind halt­los her­um­phan­ta­sie­rende Bischöfe eigent­lich auch eine Strafe Got­tes? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

Betrunkener Schotte pinkelt in seine Hosen … aber es kommt noch besser

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