Mahlzeit!

Archiv für den 9. November 2010

Guten Morgen

morgenkaffee

Christoph Kappes knirscht mit den Zähnen, dass Sixt mit seiner Castor-Aktion durchaus Erfolg hat, wenn ihm diese auch sehr kritikwürdig erscheint. Sixt würde dasselbe nochmal machen.

In der Fußgängerzone nerven ander Leute Kinder.

Bernd Oswald beschäftigt sich beim Handelsblatt mit der Verflechtung von PR und Journalismus.

Und während ich mir die Frage stelle: Merkt man bei Sixt noch was? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

[Foto: Luc van Gent]

Unsere Guttenbergs – Sterben für den Wohlstand anderer

Als ob es nicht schon schlimm genug wäre, mit welcher Naivität Stephanie Guttenberg in Begleitung der Bildzeitung das Thema Kindermissbrauch angeht, drängelt sich jetzt ihr Göttergatte und shinig star der Bundesregierung mit einer ebenbürtigen Fehlleistung ins Medienblitzlicht:

Der Verteidigungsminister erinnerte in seiner Eröffnungsrede auf dem 9. Kongress zur Europäischen Sicherheit und Verteidigung in Berlin daran, dass Köhler für seinen Verweis auf den Zusammenhang zwischen Sicherheitspolitik und Wirtschaftsinteressen “fürchterlich geprügelt” worden sei. “Ich frage mich bis heute, was so verwegen an dieser Aussage war”, sagte Guttenberg. “Ich hätte mir von uns allen etwas mehr Unterstützung in dieser Fragestellung gewünscht.”

Ich glaube, er weiß es wirklich nicht. Und ich glaube, er würde eigenständig auch nicht darauf kommen, was kritisierungswürdig ist an der Haltung, deutsche Soldaten lediglich für Wirtschaftsinteressen in Kriege zu schicken oder solche anzuzetteln.

Aber chick ausgedrückt, nicht wahr? Er wisse nicht, was daran verwegen sein soll. VERWEGEN. So rettet man sich rhetorisch davor, seine Unterstützung des eigentlichen Gedankens gradheraus zu sprechen. Ein kleiner Test, wie weit die Bevölkerung zur Sicherung des eigenen Wohlstands zu gehen bereit ist. Menschenopfer, zumindest als Kollateralschäden?

Aktualisierung
Thomas Wiegold hat ganz recht, wenn er heraushebt, dass Guttenberg diese Ansicht, zumindest der Tendenz nach, schon vor Monaten vertreten hat. Das mindert aber nicht die Kritikbedürftigkeit dieser Ansicht, wo soll schließlich ein Resourcennachschubsrecht der Deutschen herkommen und wär sollte sowas nicht etwa auch innerhalb Deutschlands haben?

Spiegel online zwischen Tweet und Tweed

Ich denke ja, dass der Fehler hier auf Seiten des Spiegels liegt:

Aktualisierung
Das hat man dann beim Spiegel auch gleich eingesehen.

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