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Wie Antonia Rados auf Charlotte Roches Provokation ausrutscht

Ich fand Char­lot­te Roches Ange­bot, gegen die Abschal­tung von AKWs mit dem Bun­des­prä­si­den­ten ins Bett zu gehen, auch wenn das unter Abspra­che mit ihrem Ehe­mann geschah, oder gera­de des­we­gen, irgend­wie geschmack­los, wenn auch gewollt pro­vo­ka­tiv. Nur dach­te ich, dass da wei­ter nichts von kommt, außer viel­leicht etwas Medi­en­in­ter­es­se. Das kam. Und heu­te haut Anto­nia Rados von RTL aber mal so rich­tig fett in die Scheis­se:

Im Ori­ent ver­steht man nicht, wie Frau Roche unzüch­ti­ge Ange­bo­te machen kann, ohne dass ihr Bru­der ein Macht­wort spricht. Da er das nicht tut, muss es so sein, dass die arme Frau kei­ne Fami­lie mehr hat, die auf sie auf­passt.

Auf so eine Pie­tät­lo­sig­keit muss man auch erst ein­mal kom­men. Ein­fach mal vor­her bei Wiki­pe­dia recher­chie­ren, Frau Rados.

Aktua­li­sie­rung

Frau Rados hat sich inzwi­schen für ihre Kolum­ne ent­schul­digt. Der­art ange­mes­se­ne Selbst­kri­tik ist heu­te ja schon sel­ten.

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Guten Morgen

morgenkaffee

Die Rai­ner­sche Post war­tet mit einer ange­nehm lan­gen Elo­ge auf Düs­sel­dorf auf. Nun ist zwar bekannt, dass Ein­hei­mi­sche sel­ten zu den Attrak­tio­nen gehen, für die ihre Stadt so bekannt ist, aber was es ist, dass Düs­sel­dorfs so lang­wei­li­ges Image ver­ur­sacht, das scheint mit der Text nicht her­zu­ge­ben. Aber immer­hin hadert er damit eben­so.

Heu­te ist der Welt­tag der Phi­lo­so­phie. Den­ken Sie heu­te mal.

Spür­bar ernüch­tert ist Mar­cel Weiß vom Par­tei­tag der Grü­nen: Die pro­gras­sivs­te Par­tei in Sachen Inter­net sei noch weit davon ent­fernt, den Internet-Thematiken nach sinn­vol­le Anstö­ße zu geben.

Und wäh­rend ich mir noch die Fra­ge stel­le: Wer ruft eigent­lich Welt­ta­ge aus? hole ich mir erst noch­mal einen Kaf­fee.

[ Foto: Luc van Gent ]

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Tscheburaschka

Ich war mir fast sicher, dass ich schon ein­mal etwas über Tsche­bu­rasch­ka geb­loggt habe, aber ich fin­de gera­de nichts. Gut, es soll nicht unter­ge­hen.

In den 80ern gab es in unse­ren Gefil­den ja die Waut­zis, die mit einer etwas frag­wür­di­gen Mit­leids­ma­sche an die Kin­ders ver­hö­kert wer­den soll­ten. Die Waut­zis waren also so Plüsch­hun­de oder so — genau weiß ich das nicht, ich hat­te nie wel­che -, die zudem Wai­sen waren. Und das besan­gen sie in der Wer­bung mit einem heu­len­den Wir sind die Waut­zis, haben kei­ne Mama, haben kei­nen Papa, nie­mand hat uns lieb.

Ähn­lich ist das mit Tsche­bu­rasch­ka. Tsche­bu­rasch­ka kommt in einer Oran­gen­kis­te in einer rus­si­schen Stadt an. Der Obst­ver­käu­fer, der Tsche­bu­rasch­ka fin­det bringt Tsche­bu­rasch­ka zum Zoo. Dort wird Tsche­bu­rasch­ka aller­dings nicht auf­ge­nom­men, weil man nicht erken­nen kann, um was für ein Tier es sich bei Tsche­bu­rasch­ka han­delt. Zoo­di­rek­to­ren kön­nen ja so grau­sam sein. Also zieht Tsche­bu­rasch­ka in eine Tele­fon­zel­le und wird Schau­fens­ter­de­ko­ra­teur.

Dann schließt Tsche­bu­rasch­ka Freund­schaft mit dem Kro­ko­dil Gena und erlebt diver­se Geschich­ten, in denen immer so mit das meis­te schief geht. Aber auf die Freun­schaft kann Tsche­bu­rasch­ka bau­en. Das ist wohl die Kern­aus­sa­ge. Tsche­bu­rasch­ka ist immer noch Mas­kott­chen viel­ler olym­pi­scher Natio­nal­teams, wohl wegen des Mit­leid­un­ter­tons, der unpo­li­ti­schen Geschich­ten, die Freund­schaft eben so her­aus­he­ben.

Ich war ein­mal ein komi­sches, namen­lo­ses Spiel­zeug
dem sich im Geschäft nie­mand nähert
jetzt bin ich Tsche­bu­rasch­ka
und jeder Hünd­chen gibt mir die Pfo­te, wenn er mich sieht
jetzt bin ich Tsche­bu­rasch­ka
und jeder Hünd­chen gibt mir die Pfo­te, wenn er mich sieht

Ich hat­te anfangs Pech
und manch­mal war es sogar so, dass nie­mand zu mei­nem Geburts­tag gekom­men ist
jetzt bin ich mit Gema zusam­men
er ist ganz außer­ge­wöhn­lich
und das aller­bes­te Kro­ko­dil auf der gan­zen Welt

Ich war ein­mal ein komi­sches, namen­lo­ses Spiel­zeug
dem sich im Geschäft nie­mand nähert
jetzt bin ich Tsche­bu­rasch­ka
und jeder Hünd­chen gibt mir die Pfo­te, wenn er mich sieht
jetzt bin ich Tsche­bu­rasch­ka
und jeder Hünd­chen gibt mir die Pfo­te, wenn er mich sieht

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