Wie Kristina Schröder mit ihren Vorurteilen hausieren geht

Es ist so abgrund­tief pein­lich, was Kris­ti­na Schrö­der sich da wie­der geleis­tet hat: Groß­mau­lig hat sie raus­ge­hau­en, Reli­giö­si­tät füh­re bei mus­li­mi­schen Jugend­li­chen zu Gewalt­be­reit­schaft. Dabei ver­wies sie auf Stu­di­en, die sie heu­te ver­öf­fent­li­chen wer­de. Heu­te gibt es die Pres­se­kon­fe­renz zu die­sen Behaup­tun­gen. Die Jour­na­lis­ten fra­gen nach den Zah­len, die die­se Behaup­tung stüt­zen sol­len und was muss da ein­ge­räumt wer­den?

Es gibt kei­ne.

Frau Schrö­der ist nur mit ihren Vor­ur­tei­len hau­sie­ren gegan­gen. Bra­vo!

Weiterlesen

Lesezeichen

  • Wie ich unter Ter­ror­ver­dacht geriet — Ber­lin Now! — Das muss man sich mal vor­stel­len, ich war ver­däch­tig weil ich ein Lied in einer ande­ren Spra­che gehört habe.
  • Internet-Law » Ver­zerr­te Dar­stel­lung — Mir scheint, dass “Das Par­la­ment” sei­ner Chro­nis­ten­pflicht nicht mit der gebo­te­nen Sorg­falt nach­kommt, um es vor­sich­tig zu for­mu­lie­ren.
  • Jun­ge Uni­on auf Ver­gnü­gungs­rei­se? – Zwei­fel­haf­te Ver­ga­be der Mit­tel gegen Links­ex­tre­mis­mus — Das Fami­li­en­mi­nis­te­ri­um wer­fe den Initia­ti­ven gegen Rechts­ex­tre­mis­mus „Knüp­pel zwi­schen die Bei­ne“, so Rix und Schwa­nitz, wäh­rend bei der Bekämp­fung des Links­ex­tre­mis­mus offen­bar nicht so genau hin­ge­schaut wer­de: „Unter den in die­sem Jahr erst­mals vom BMFSFJ geför­der­ten Initia­ti­ven gegen Links­ex­tre­mis­mus ist auch die Jugend­or­ga­ni­sa­ti­on der Christ­de­mo­kra­ti­schen Uni­on Deutsch­lands, die Jun­ge Uni­on. Der Kreis­ver­band der Jun­gen Uni­on Köln ver­an­stal­tet unter dem Mot­to „Wir fah­ren nach Ber­lin“ kurz vor dem Weih­nachts­fest eine zwei­tä­gi­ge Fahrt zum The­ma „Links­ex­tre­mis­mus”, die ver­mut­lich vom BMFSFJ geför­dert wird. Geplant ist dabei ein Tref­fen mit Köl­ner Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten der CDU, ein Besuch des Check­point Char­lie und eine Fei­er mit ‚Freun­den des JU-Deutschlandrates‘ im Club Felix, einem ‚Ort, an dem man sehen und gese­hen wer­den möch­te und in pul­sie­ren­der Club­at­mo­sphä­re ele­gant und aus­ge­las­sen fei­ert‘, wie die Eigen­wer­bung des Felix stolz ver­kün­det.“
  • Pira­te Bay co-founders lose appeal | Tech­no­lo­gy | guardian.co.uk — This doesn’t mean any­thing for the Pira­te Bay and it doesn’t mean any­thing for simi­lar sites,” he added. “File sharing is increa­sing every day and the only thing this means is that more and more peop­le will try to hide what they are doing on the inter­net.
  • Tele­fon­über­wa­chung: De Mai­ziè­re ver­liert Geduld mit Jus­tiz­mi­nis­te­rin | ZEIT ONLINE — “Ange­sichts der aktu­el­len Gefähr­dungs­la­ge hal­te ich es für nicht ver­tret­bar, dass den Straf­ver­fol­gungs­be­hör­den der gebo­te­ne Zugang zu Berei­chen hoch­kon­spi­ra­ti­ver Kom­mu­ni­ka­ti­on von Ter­ro­ris­mus­ver­däch­ti­gen ver­wei­gert wird”, schrieb der Innen­mi­nis­ter an sei­ne libe­ra­le Kol­le­gin.
  • Bankrun”-Tag in Frank­reich: Die Rache am Geld­au­to­ma­ten | tagesschau.de — Macht­los gegen die Macht der Ban­ken? Gegen die­se Sicht regt sich in Frank­reich Pro­test. Ex-Fußballstar Can­to­na hat sei­ne Lands­leu­te dazu auf­ge­ru­fen, am 7. Dezem­ber gleich­zei­tig ihr Kon­to zu räu­men — und damit die Ban­ken lahm zu legen.
  • Jens Best, Micha­el See­mann, der Angriff auf unse­re Grund­rech­te und das Ver­sa­gen der Daten­schüt­zer » F!XMBR — Wer, bit­te, sind denn die Web-2.0-Aktivisten? Sind die­je­ni­gen gemeint, die a) den Deut­schen pau­schal Tech­no­pho­bie unter­stel­len, b) Nicht-Internet-Nerds zu Spie­ßern erklä­ren, c) den deut­schen Unter­neh­men Social-Media-Versagen attes­tie­ren und d) mit die­sen The­sen auf Kon­gres­sen vor den immer­glei­chen Jün­gern pre­di­gen und dar­auf hof­fen, dass man sie end­lich für teu­er Geld enga­giert, um dem enga­gie­ren­den Unter­neh­men mal so rich­tig die moder­nen Zei­ten ein­zu­bläu­en? Also die Jeff-Jarvis– und iPad-Fanboys, die sich öffent­lich dazu beken­nen, dass sie die ers­te Berüh­rung einer Mgaic Mou­se ero­tisch fan­den? Die eben­so öffent­lich pos­tu­lie­ren, dass es gut ist, wenn das Inter­net den Kon­sum för­dert, weil das ja Wohl­stand für alle bedeu­tet?
Weiterlesen

Guten Morgen

morgenkaffee

Pas­send zur Poli­tik von CDU & FDP zur Ver­län­ge­rung der AKW-Laufzeiten hat man fest­ge­stellt, dass die Krebs­ra­ten in der Regi­on um das Atom­end­la­ger Asse in die Höhe gegan­gen sind. Der­weil wird Jür­gen Rütt­gers von Gedächt­nis­lü­cken geplagt, was die Atom­po­li­tik betrifft. Und sol­che Leu­te ent­schei­den dann in Deutsch­land mit über Atom­po­li­tik.

Das Street­girl bekommt die Ter­ror­ge­fahr im eige­nen Job zu spü­ren.

Die Bahn ist sich nicht ganz im Kla­ren, ob man im wich­tigs­ten Papier zu Stutt­gart 21 in D-Mark oder in Euro gerech­net hat.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Wo kriegt man eigent­lich die­sen Schat­ten her, den man in Deutsch­land für Spit­zen­po­si­tio­nen braucht? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[ Foto: Luc van Gent ]

Weiterlesen

Hilflose Profilierungsversuche von Kristina Schröder

schroederstudie

Von irgend­ei­nem Staats­se­kre­tär oder so hat Bun­des­fa­mi­li­en­mi­nis­te­rin Kris­ti­na Schrö­der wohl ihr Deutsch­feind­lich­keits­the­ma über­ar­bei­ten las­sen und der hat ihr dann wohl gesagt: Schät­ze­lein, das Wort Deutsch­feind­lich­keit, das strei­chen wir mal, das ist ver­brannt. Statt­des­sen greift man auf einen wohl­be­kann­ten, schwe­rer zu kri­ti­sie­ren­den Begriff zurück:

Wir dür­fen hier kei­ne fal­schen Tabus auf­bau­en: Es gibt eine gewalt­ver­herr­li­chen­de Macho­kul­tur bei eini­gen jun­gen Mus­li­men, die auch kul­tu­rel­le Wur­zeln hat.

Gewalt­ver­herr­li­chung. Ja, da muss der Staat mal drin­gend was gegen tun. So wie in den 90ern, als auf den Schul­tern von Neil Post­man gegen das gewalt­ver­herr­li­chen­de Gebal­ler in der Flim­mer­kis­te gänzlch ver­puf­fend ange­gan­gen wor­den ist. War­um man was dage­gen tun muss?

Es gibt einen Zusam­men­hang zwi­schen Reli­gio­si­tät, Macho­nor­men und Gewalt­ge­neigt­heit.

Wel­chen? Bei den Evan­ge­len denkt man, wer inten­si­ver evangelisch-religiös ist, der ist weni­ger gewalt­be­reit.

Schrö­der muss hier­mit ja ein Kau­sal­zu­sam­men­hang mei­nen und nicht irgend­ei­nen ande­rern. Ansons­ten wäre es eine ähn­lich sinn­freie Behaup­tung wie: Es gibt einen Zusam­men­hang zwi­schen Kin­der­por­no­gra­phie und der Sesam­stra­ße: Bei­des kam schon mal im Fern­se­hen vor.

Also meint Kris­ti­na Schrö­der allen Erns­tes, es gäbe einen kau­sa­len Zusam­men­hang zwi­schen Reli­giö­si­tät und Gewalt­ge­neigt­keit? Und für die­se unsin­ni­ge Behaup­tung glaubt sie, Stu­di­en anfüh­ren zu kön­nen? Wird hier nicht pau­schal feh­len­de Sen­si­bi­li­sie­rung mit Reli­giö­si­tät in einen Topf geschmis­sen?

Wenn jemand die über­pro­por­tio­na­le Gewalt­be­reit­schaft bei jun­gen Mus­li­men zum The­ma macht, heißt es immer gleich, dies sei ein Pau­schal­ur­teil. Das ist es aber nicht.

Hier ver­steckt sich Schrö­der mal hin­ter einem jemand. Natür­lich ist die Art, wie Schrö­der hier ein angeb­li­ches The­ma angeht, pau­schal, weil sie den angeb­li­chen Zusam­men­hang zwi­schen Reli­giö­si­tät, “Macho­nor­men” und Gewalt­be­reit­schaft schlicht nur behaup­tet, aber kei­nes­wegs zu erklä­ren ver­mag.

Wer wirk­lich Jugend­li­che für einen offe­ne­ren Umgang mit ander­s­kul­tu­rel­len jun­gen Men­schen sen­si­bi­li­sie­ren möch­te, der muss Pro­jek­te för­dern, die inter­kul­tu­rell sind. Der muss hel­fen, dass sich Migran­ten in Deutsch­land so fremd füh­len. Dass sie einen nicht deutsch klin­gen­den Namen als gro­ßes Hin­der­nis bei der Erla­nung eines Arbeits­plat­zes anse­hen müs­sen. Wie man Fremd­heit offen akzep­tiert ist das aktu­el­le Pro­blem, nicht, wie sich der Islam westlich-konform ummo­deln lässt.

mehr
DIE ZEIT: Kris­ti­na Schrö­der — Reden nicht han­deln.

Weiterlesen