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Archiv für den 22. Juni 2011

Guten Morgen

Morgenkaffee

Ach wie schön: Die Kanzlerin wirft der FDP ein Leckerli hin und stellt Steuersenkungen in Aussicht. So irgendwann vor 2013.

Hadmut Danisch befasst sich umfassend mit der Geschichte der gescheiterten Kinderporno-Zugangserschwerungsgesetzesinitiative von Ursula von der Leyen. Von der Leyen und ihre Mitarbeiter gingen damals

irrtümlich davon aus, daß das gesamte Internet – und das wurde auch explizit so gesagt – auf URLs beruht, weil das eben das ist, was man beim Benutzen eines Browsers oben als Auswahlkriterium wahrnimmt. Sie nahmen an, daß allem, was man im Internet angucken kann, ein-eindeutig ein URL zugeordnet ist, über den man den Inhalt eindeutig sperren kann. Sieht man auf einer Webseite Kinderpornos, dann ist der URL, den der Browser dazu oben anzeigt, genau das eindeutige und problemlose Sperrkriterium, nahmen sie an. Und wenn man den Hostnamen sperrt, dann damit eben einfch alle URLs, in denen er vorkommt.

Eva Herman hat vor dem Bundesgerichtshof ihre Klage wegen falscher Widergabe verloren. Der BGH sagte, sie sei richtig zitiert worden. Da war Frau Herman wohl vom Inhalt dessen, was sie gesagt hat, etwas überrascht.

Das Wort der Woche für Friedrich Küppersbusch ist Vertrauensfrage:

Und während ich mir die Frage stelle: Merkt man schon, dass es heute kürzer hell ist als gestern? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

[Foto: Luc van Gent]

The interior monologue of Gill the goldfish

Lesezeichen

  • Koch-Mehrin: Das Ende der Lügen | Sprachlog – Nur, falls es jemand immer noch nicht verstanden hat: Deutschland wird im Forschungsausschuss des Europaparlaments durch eine überführte wissenschaftliche Betrügerin repräsentiert. Die Botschaft, die Koch-Mehrin und ihre Unterstützer in den Führungsgremien der FDP damit an Wissenschaft und Gesellschaft senden, ist kristallklar: Ihr könnt uns mal. Eure Regeln gelten nicht für uns. Wir sind unantastbar. Wir lügen und betrügen, und wenn wir auffliegen, halten wir kurz inne, um euch ins Gesicht zu spucken. Und dann machen wir da weiter, wo wir aufgehört haben.
  • Ecuador: Niebel und die Indianer | ZEIT ONLINE – Es schien wie ein großes Missverständnis. Fünf Jahre lang hatte Niebel als Generalsekretär das Eigeninteresse zum Markenkern seiner Partei geformt. Jetzt stand er einem Ministerium vor, dessen Markenkern der Altruismus war.
  • Anti-Terror-Gesetze: Minister setzen FDP unter Druck – Service – sueddeutsche.de – Die Europäische Union leitete ein Verfahren gegen Deutschland wegen fehlender Umsetzung der EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung ein, wie die Minister bestätigten. Die EU-Kommission in Brüssel hat als erste Stufe des Vertragsverletzungsverfahrens zunächst eine Stellungnahme des Bundesjustizministeriums angefordert.
  • Burschenschaffner « Lars Reineke – Schwer atmend rumpelte er in unser Raucherabteil, warf sein Reisegepäck auf ein Sitzpolster und kramte einen kleinen, bestickten Stoffbeutel aus einer Seitentasche seines Rucksacks. Daraus entnahm er einen 20-Mark-Schein und eine selbstgedrehte Zigarette, die er sich umgehend anzündete. Erstmal durchatmen. Soviel Zeit musste sein.
  • Und die Eulen wollen wir auch zurück! « Stefan Niggemeier – Diese Kampagne wurde maßgeblich von den beiden „Bild”-Leuten betrieben, die heute ausgezeichnet werden sollen. Zu dieser Kampagne gehörte es, dass Paul Ronzheimer, ein 25-jähriger Journalist, der sein Handwerk auf der Axel-Springer-Akademie gelernt hat, nach Griechenland reiste und — in den Worten meines Kollegen Michalis Pantelouris: "sich auf dem Athener Syntagma-Platz fotografieren ließ, wie er vor demonstrierenden Menschen, die nicht mehr wissen, wie sie ihre Familien ernähren sollen, mit Drachmen-Scheinen wedelte wie mit Bananen vor Affen im Zoo."
  • Anti-Raucher-Kampagne: Qual kommt von Qualmen – SPIEGEL ONLINE – Warnungen auf Zigarettenpackungen sind weltweit Standard, doch Raucher nehmen die uniformen Aufdrucke kaum noch wahr. Das dürfte sich bald ändern, denn der Trend geht zu Warnbildern von erschreckender Deutlichkeit.
  • Eon-Aufsichtsrat berät Atomwende: RWE geht vor Gericht | RP ONLINE – Die Energiekonzerne RWE und Eon haben die erste Klage gegen die umstrittene Brennelementesteuer eingereicht. Eine RWE-Sprecherin sagte am Mittwoch, die sogenannte Sprungklage sei bereits am Dienstag dem Finanzgericht München zugestellt worden. Sie korrigierte damit frühere Angaben, wonach der Konzern erst am Mittwoch Widerspruch gegen die Steuer einlegen wollte.
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