
Kristian Schulze fragt, wieso bei den Ermittlungen um den Mord an einer Polizistin durch die sogenannte NSU mit der Vermutung einer Beziehungstat hausieren gegangen wird. Abgesehen davon legt Wiefelspütz Bundesinnenminister Friedrich den Rücktritt nahe.
Kurt Kister erläutert, wieso er Obama für eine Enttäuschung hält.
In England müssen sich Polizisten laut Gericht gewisse Beleidigungen gefallen lassen.
Ralf Schuler schreibt, dass Deutschland angesichts der Haushaltslage viel stärker sparen müsste – aber das wolle niemand in Angriff nehmen.
Die Katholische Kirche will ihren Weltbild-Verlag verticken.
Und während ich mir die Frage stelle: Wäre es nicht was Gutes, den Thalias dieser Welt etwas Starkes, wenn auch weniger Profitables entgegen zu halten? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.
[Foto: Luc van Gent]
Man kommt ja zu nichts mehr dieser Tage. Ich wollte noch erzählen, dass wirim Düsseldorfer Capitol Hape Kerkelings Musical-Version von Kein Pardon angeschaut haben. Wer die Gelegenheit hat, kann sich das ruhig antun.
Denn für ein neues Musical ist das Stück sehr sympathisch. Ich habe mich keine Sekunde während der Vorstellung gelangweilt und das trotz ein paar Nickeligkeiten. Mich hat eigentlich kein Sänger sonderlich begeistert, das hat mich verwundert. Ich habe in wesentlich kleineren Produktionen schon bessere Stimmen gehört. Enrico de Pieri als Hauptdarsteller ragt sogar noch etwas heraus: Er kommt nahe an die im Film von Hape Kerkeling gespielte Hauptrolle ran, weiß daneben stimmlich einen Eindruck zu hinterlassen. Die anderen Stimmen und die Handlung hat man schnell vergessen.
Dirk Bach hat eine unglaubliche Bühnenpräsenz, ihm fliegen die Sympathien des Publikums geradezu entgegen, dabei nimmt man ihm den abgehalfterten Showmaster, wunderbar im Original von Heinz Schenk gespielt, irgendwie nicht ab. Aber so ist das mit allen Rollen: Sie hinken den Darstellungen im Film hinterher, keine kann den Schatten abwerfen. Die Besetzung Wolfgang Treppners als Opa habe ich gar nicht verstanden. Im Musical ist der Opa weder so kautzig wie Dirk Dautzenberg im Original, noch stimmich beeindruckend. Die Frauenrollen spielen leider keine sonderliche Rolle.
Dennoch: Unterhaltung, die in Deutschland ihresgleichen sucht. Keine Frage.

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