Guttenberg meint, er sei als Beauftragter für Netzfreiheit der Europäischen Union deswegen so geeignet, weil er früher schon sich “mit der Netzgemeinde” über Kinderpornographiebekämpfung ausgetauscht hätte. Hände hoch, wer sich daran erinnern kann.
Der russische Unternehmer Michail Prochorow plant, 2012 als Kandidat fürs Präsidentenamt gegen Putin anzutreten.
Das Familienministerium unter Leitung von Kristina Schröder hat eine Broschüre herausgebracht, in der es heißt, bei der Tageszeitung Neues Deutschland handle es sich um eine linksextreme Publikation. Auf Nachfrage des Chefredakteurs bleibt das Ministerium aber Belege für diese Ansicht schuldig.
Und während ich mir die Frage stelle: Wird man jetzt das Demokratielevel Russlands daraus schließen, wie gesund Putins Gegenkandidat den Wahlkampf übersteht? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.
Ich habe eigentlich schon viel zu Guttenberg geschrieben, wie man an der Schlagwortwolke unschwer erkennen kann. In letzter Zeit habe ich mich zurückgehalten, weil ich nicht in ein Standardpöbeln abrutschen wollte. Ich würde ja nicht sagen, dass er überhaupt keine Funktionen in der Politik mehr bekleiden darf.
Markus Beckedahl wurde im Morgenmagazin zur Berufung Guttenbergs befragt und da haut er konsequent auf alles drauf, was das Thema bietet:
Mir ist wie einem Kommentatoren auch positiv aufgefallen, dass Beckedahl weniger rumähmt, inzwischen achtet man da so drauf, dass man es übertrieben wahrnimmt. Daneben schätze ich an Beckedahl, dass er es schafft, am Ende des Interviews so frisch wie am Anfang zu wirken.
Das Interview leidet aber daran, dass man der Sache nach schlicht wenig sagen kann zur Berufung Guttenbergs, außer dass er wenig Eignung für das Thema aufweist. Das muss aber nicht zu einer schlechten Amtsführung führen – und schwupps ist die Luft aus dem Thema raus.
Der Berlusconi-Vergleich mag dem einen oder anderen lustig vorkommen, ist aber nur Populismus und zeigt dem Moderator an, dass das Interview nicht mehr sachlich neues hervorbringen kann.
Tja, ich kann mir nicht helfen, es klingt mir zu lobbyistisch. Vielleicht liegt das aber auch am Format des Morgenmagazins.
Aktualisierung
Daniel Goeudevert meint übrigens, dass ein derartiger Bildungsbetrüger in der Politik nichts mehr zu suchen hat, weil er nicht mehr als Vorbild taugt. Ich finde das inzwischen durchaus überzeugend.

- dataloo » Berliner Schloss – Humboldt 21 | 2007 wurde beschlossen, ab 2010 mit dem Wiederaufbau des Berliner Schlosses zu beginnen. Das wurde dann noch mal auf 2014 verschoben. Die Kosten dafür sollen aktuell wohl 590 Millionen Euro betragen. Rigoletti konnte die Parallelen mit Stuttgart 21 nicht länger übersehen und hat die Bewegung Humboldt 21 gegründet.
- “Auf meinem G+ ist nix los” – Die wunderbare Welt von Isotopp | Wie bekommt man G+ aktiv? Das geht anders als bei Facebook. In Facebook ist das ‘friending’ ja bidirektional, d.h. wenn jemand Dich friendest und Du das annimmst, dann hast Du auch schon Deine Timeline voll. Das funktioniert in G+ mit dem unidirektionalen Einkreisen so nicht – man muß also selber aktiv werden.
- Klaus Stuttmann Karikaturen – Ganz der Alte |
- Herausragende TV-Doku “Wadim”: Wenn Behörden ein Leben zerstören – SPIEGEL ONLINE | Am 20. Januar 2010 gegen 22 Uhr stellt sich Wadim auf die Gleise der S-Bahnline 3 zwischen Altona und Harburg und wartet auf seinen Tod. Als er stirbt, ist er 23 Jahre alt, hat eine langjährige Abschiebe-Odyssee hinter sich und keine Hoffnung mehr auf eine Zukunft in dem Land, in dem er aufgewachsen ist.
- Die BU (Bildunterschrift) des Jahres! Danke #TAZ on Twitpic |
- Der Baron und seine Steigbügelhalter – Guttenbergs Rückkehr auf die politische Bühne | Themen der Woche | Deutschlandfunk | Guttenberg bleibt nur ein besonders drastischer Beleg für ein Systemversagen der Medien. Sie sind schon lange nicht mehr der Spiegel, durch den sich die Gesellschaft aus kritischer Distanz selbst beobachtet. Sie sind Plattformen für PR-Strategien geworden, in denen Reflexion durch Inszenierung, Relevanz durch Auffälligkeit verdrängt wird.
- Douglas Coupland: “Das Smartphone macht alle Menschen gleich” | Digital | ZEIT ONLINE | In ein paar Jahren wird es ein Speichermedium geben, auf dem die Vorlieben jedes Menschen gespeichert sind. Es wird in die Hosentasche passen und in jedem Supermarkt für 79 Cent zu kaufen sein. Das wird so oder so passieren, das ist technologischer Determinismus. Es hat einen gewissen Charme zu glauben, dass man solche Dinge regulieren kann. Es ist so, als hätte man sich in den fünfziger Jahren Gedanken darüber gemacht, wie groß eine Fernsehantenne auf dem Dach sein kann. Das sind Fragen, die sich ganz von selbst erledigen.
- » Rückt die FAZ nach links? Oder gibt das Feuilleton nur den Klassen-Clown? Wolfgang Michal | Der Konflikt zwischen Feuilleton und Wirtschaftsteil der FAZ wird jetzt auch offen im Blatt ausgetragen. Otmar Issing, ehemaliges Direktoriumsmitglied der EZB, sieht in Schirrmachers Kurs eine Feuilleton-”Kampagne”: Unter dem Titel “Der Weg in die Knechtschaft” heißt es bei Issing: ”Dieser Befund macht es den Kritikern leicht, die Politik in den Fängen des Finanzsektors zu sehen. Das Feuilleton der F.A.Z. scheint geradezu eine Kampagne unter diesem Motto zu führen.”
- Wenn die Ukraine Hunde tötet, stirbt bei uns die Wahrheit | Wie “Kronen Zeitung” und ORF falsche Internetpropaganda verbreiten und auf wen das österreichische Parlament wirklich hört.
- Jojos illustrierter Blog » gruppendynamischer Destruktivismus |
- Meine Rolle in den Medien » Marinas Lied | Ich habe einer Reporterin von der taz, die bei mir zuhause war, über eine halbe Stunde lang mein ideales Schulsystem vorgeführt. Ich habe erklärt, warum ein Kurssystem und individuelles Lernen immer wichtiger für die Entwicklung wird. In ihrem Artikel kam kein Wort darin vor. Dafür eine frei erfundene Geschichte, wie ich mal einen Bundesparteitag mit einer Episode von “My little pony” unterbrochen hätte.
- The Lost Tweets of Hollywood | Culture | Vanity Fair | A stunning recent discovery proves that Twitter is not a new medium, but was actually invented by Hedy Lamarr during Hollywood’s Golden Age. Or so claims Bruce Feirstein, who conjures up the long-buried tweets of Charlie Chaplin, Humphrey Bogart, and Judy Garland, among other legends, shedding fresh, pithy light on classic-movie history.

