Archiv für den 13. Dezember 2011

Guten Morgen

Morgenkaffee Guttenberg meint, er sei als Beauftragter für Netzfreiheit der Europäischen Union deswegen so geeignet, weil er früher schon sich “mit der Netzgemeinde” über Kinderpornographiebekämpfung ausgetauscht hätte. Hände hoch, wer sich daran erinnern kann.

Der russische Unternehmer Michail Prochorow plant, 2012 als Kandidat fürs Präsidentenamt gegen Putin anzutreten.

Das Familienministerium unter Leitung von Kristina Schröder hat eine Broschüre herausgebracht, in der es heißt, bei der Tageszeitung Neues Deutschland handle es sich um eine linksextreme Publikation. Auf Nachfrage des Chefredakteurs bleibt das Ministerium aber Belege für diese Ansicht schuldig.

Und während ich mir die Frage stelle: Wird man jetzt das Demokratielevel Russlands daraus schließen, wie gesund Putins Gegenkandidat den Wahlkampf übersteht? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

Gernot Hassknecht zu Guttenbergs Buch

Markus Beckedahl zur Berufung Guttenbergs seitens der EU-Kommission

Ich habe eigentlich schon viel zu Guttenberg geschrieben, wie man an der Schlagwortwolke unschwer erkennen kann. In letzter Zeit habe ich mich zurückgehalten, weil ich nicht in ein Standardpöbeln abrutschen wollte. Ich würde ja nicht sagen, dass er überhaupt keine Funktionen in der Politik mehr bekleiden darf.

Markus Beckedahl wurde im Morgenmagazin zur Berufung Guttenbergs befragt und da haut er konsequent auf alles drauf, was das Thema bietet:

Mir ist wie einem Kommentatoren auch positiv aufgefallen, dass Beckedahl weniger rumähmt, inzwischen achtet man da so drauf, dass man es übertrieben wahrnimmt. Daneben schätze ich an Beckedahl, dass er es schafft, am Ende des Interviews so frisch wie am Anfang zu wirken.

Das Interview leidet aber daran, dass man der Sache nach schlicht wenig sagen kann zur Berufung Guttenbergs, außer dass er wenig Eignung für das Thema aufweist. Das muss aber nicht zu einer schlechten Amtsführung führen – und schwupps ist die Luft aus dem Thema raus.

Der Berlusconi-Vergleich mag dem einen oder anderen lustig vorkommen, ist aber nur Populismus und zeigt dem Moderator an, dass das Interview nicht mehr sachlich neues hervorbringen kann.

Tja, ich kann mir nicht helfen, es klingt mir zu lobbyistisch. Vielleicht liegt das aber auch am Format des Morgenmagazins.

Aktualisierung
Daniel Goeudevert
meint übrigens, dass ein derartiger Bildungsbetrüger in der Politik nichts mehr zu suchen hat, weil er nicht mehr als Vorbild taugt. Ich finde das inzwischen durchaus überzeugend.

Eine kurze Geschichte über Berufsmotivation

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