Was ich noch sagen wollte … zu öffentlicher Pornografie

Ich lese gera­de den Text Zen­sur vs. Anstand: Por­no­gra­fie in der Biblio­thek von der ganz zau­ber­haf­ten Jil­li­an C. York, in dem die Geschich­te auf­ge­grif­fen wird, wie in einer Biblio­thek in Los Ange­les sich ein Obdach­lo­ser beim Anschau­en eines Por­nos, sagen wir mal: einen schö­nen Tag mach­te. Und für die Amis war jetzt anschei­nend der Umstand, dass da ein Por­no in einer Öffent­li­chen Biblio­thek lief, schlim­mer als das ande­re.

York fin­det es nun irgend­wie nicht gut, dass in Biblio­the­ken Por­nos lau­fen, was mir irgend­wie eher egal ist. Mir ist aber etwas ähn­li­ches pas­siert. Nicht wie Sie jetzt den­ken. Ich lief die­se Woche an einer Loka­li­tät vor­bei, in der auch das Benut­zen von Com­pu­tern mit Inter­net­zu­gang ange­bo­ten wird. Im Vor­bei­ge­hen husch­te mein Blick über den Moni­tor einer die­ser Com­pu­ter, der gera­de in Benut­zung war. Und eben da lief, tja, also das muss eine Live-Gynäkologie-Untersuchung gewe­sen sein. Der Betrach­ter mach­te sich zwar jetzt nicht so einen schö­nen Tag wie der Obdach­lo­se, aber es schien immer­hin so inter­es­sant zu sein, dass man Kopf­hö­rer dazu braucht.

Ich weiß jetzt nicht, ob ich es merk­wür­di­ger fin­den soll, dass da jemand mit der­ar­ti­gen Vor­lie­ben, so intel­li­gent ist, dass er einen PC-Sitzplatz nimmt, der von im offe­nen Blick­feld einer Fuss­gän­ger­zo­ne ist, oder dass es mir über­haupt merk­wür­dig erscheint. Rub­bel­ka­bi­nen sind wohl ein­fach nicht mehr in.

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