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Archiv für den 9. Februar 2012

Guten Morgen

Morgenkaffee

Trotz Exper­ten­pro­tes­ten und gegen die Stim­men der Links­par­tei und der FDP hat sich der Land­tag in NRW erst mal eine nette Lohn­er­hö­hung gegönnt.

Der nige­ria­ni­sche Lyri­ker Obi Nwa­kanma erläu­tert die his­to­ri­schen Zusam­men­hänge rund um die isla­mis­ti­sche Ter­ror­or­ga­ni­sa­tion Boko Haram, die in Nige­ria für diverse Anschläge ver­ant­wort­lich ist.

Indi­sche Poli­ti­ker tre­ten zurück. Sie hat­ten offen­bar im Par­la­ment Por­nos geschaut.

Und wäh­rend ich mir die Frage stelle: Waren sich Linke und FDP schon mal so nahe? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

Erlaubtes Bagatellurheberrechtsverletzen?

Sper­rige Über­schrift für einen Sper­ri­gen Gedan­ken. In den letz­ten Tagen habe ich mich gewun­dert, wieso die Besu­cher­zah­len wie­der spür­bar nach oben gehen: Ole Reiß­mann hat beim Spie­gel einen neuen Arti­kel zum Urhe­ber­recht in Zei­ten des Inter­nets geschrie­ben, von dort auf sei­nen Arti­kel über mei­nen Fall gelinkt, der wie­derum zu mir wei­ter­führt.

In die­sem neuen Arti­kel führt Reiß­mann mal eine eigene Posi­tion an, indem er es für wün­schens­wert erklärt, dass kleine Urhe­ber­rechts­ver­let­zun­gen quasi legal wer­den:

was im Web von Mil­lio­nen Nut­zern bereits heute prak­ti­ziert wird – das Ver­lin­ken von Arti­keln mit klei­nen Vor­schau­bild­chen, das Anpin­nen von ein­zel­nen Fotos in einem pri­va­ten Blog ohne kom­mer­zi­elle Absicht – muss end­lich auch für deut­sche Nut­zer mög­lich sein. Ohne die stän­dige Angst, am nächs­ten Tag eine Abmah­nung dafür zu kas­sie­ren.

So ein­fach erscheint mir die Sache dann doch nicht zu sein. Ich für mei­nen Teil habe sowas auch gar nicht gefor­dert, ich finde es nur bescheu­ert, dass Urhe­ber­rechts­ver­letzte unver­hält­nis­mä­ßig hohe Gel­der für der­ar­tige Ver­let­zun­gen ein­trei­ben kön­nen. Da wäre mehr Fin­ger­spit­zen­ge­fühl gefragt, was aber bei Rich­tern, die wenig mit Inter­net­an­ge­le­gen­hei­ten ver­traut sind, noch etwas in wei­ter Ferne zu ste­hen scheint.

Eine Straf­frei­heit bei Urhe­ber­rechts­ver­let­zun­gen in klei­nen Fäl­len scheint mir nicht not­wen­dig: Ers­tens kann man Face­book­pro­file abschlie­ßen und somit käme es nicht unbe­dingt zu einer Ver­öf­fent­li­chung und zwei­tens sehe ich schon einen Scha­den, wenn ein Baga­tell­fall von unheim­lich vie­len began­gen wird. Wer soll dann denn haf­ten?

The Gmail-Man

Micro­soft haut auf Google drauf. Es ist ja schon einige Zeit her, dass Micro­soft die böseste Firma über­haupt gewe­sen ist. Damals ging es um, ääh, es ging wohl um die Vor­herr­schaft von Win­dows und dass Office so teuer ist oder sowas. Es ging zumin­dest nicht um die Bewah­rung von Pri­vat­sphäre. Jetzt ver­sucht sich also Micro­soft das “Wir sind die Guten”-Schild von Google zu holen. Mal sehen, wie gut das funk­tio­niert.

Deut­sche Anwe­der kön­nen aber bes­ser zu Werb.de oder GMX gehen oder noch bes­ser: Eine eigene Domain für wenig Geld kau­fen und auto­ma­tisch ange­zeigte Wer­bung ganz aus­sper­ren.

Nachtgeschichten vom 9. Februar 2012

Die Nachtgeschichten von heute

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