Guten Morgen allerseits!

4530

Ich habe mir mein eige­nes, sozia­les Netz­werk gebas­telt: 4530, für mei­nen Hei­mat­stadt­be­reich, des­sen frü­here Post­leit­zahl das gewe­sen ist. Für anders­ver­or­tete Bekannte gibt es ent­spre­chend leute.tecklenblog.de bzw. leute.düsselblog.de.

Ich hatte ja, ehr­lich gesagt, erwar­tet, dass man sich unter den Bud­dy­pressen mit­ein­an­der ver­net­zen könnte, da das auch frü­her schon mal ange­dacht gewe­sen ist. Aller­dings ist das wohl bis heute nicht bewerk­stel­ligt wor­den. Sehr schade.

Dafür kos­ten Plugins ordent­lich Kohle, die eigene Ein­träge nach Face­book cross­pos­ten. Damit scheint man wohl gerade Schot­ter machen zu kön­nen. Sei’s drum, ich tummle mich nun dort, und weni­ger in kom­mer­zi­el­len Alter­na­ti­ven – genau das, was ich grund­sätz­lich 2014 vor­hatte.

You-gotta-see-Blindheit

Felix Schwen­zel redet gerade von einer You-gotta-see-Blindheit und meint damit wohl ein Tei­len von Inhal­ten, ohne selbst was dazu zu sagen, in der Mei­nung, andere müss­ten das auch unbe­dingt sehen. Ein sol­ches Ver­hal­ten ist auf Face­book sehr oft anzu­tref­fen und mit Sicher­heit habe ich selbst auch schon oft bei ande­ren die Reak­tion erzeugt

Wozu zur Hölle pos­tet er da schon wie­der sowas?

Nun ist diese Blind­heit – die­sen Begriff halte ich gar nicht für unpas­send – eben fahr­läs­sig: Zunächst merkt man nicht, dass man zuviel qua­li­ta­tiv Seich­tes pos­tet, müsste aber reflek­tie­ren, dass einem das bei Ande­ren stört und sein eige­nes Ver­hal­ten ent­spre­chend anpas­sen. (Des­we­gen habe ich unter­schied­li­che Blogs und unter­schied­li­che Feeds, von denen ich die wenigs­ten durch meine Pro­file bei Twit­ter oder Face­book sau­sen lasse.)

Das Pro­jekt Is it old? scheint ja lei­der nicht wei­ter ver­folgt zu wer­den, weil es Twit­ter basiert ist und mit der neuen API nicht funk­tio­niert, war aber ein sehr guter Anzei­ger dafür, ob irgend­ein Inter­net­fund das Tei­len wert ist. Das Phä­no­men scheint mir das­selbe zu sein, dass Jour­na­lis­ten gerade ange­krei­det wird, wenn bemän­gelt wird, dass in der Causa Lanz-Petition immer neue, aber inhalt­lich nichts Neues brin­gende Arti­kel ver­öf­fent­licht wer­den, weil das Klick­auf­merk­sam­keit bringt.

Wie bringt man es nun das eigene Mit­tei­lungs­be­dürf­nis und die aku­rate Emp­fän­ger­be­las­tung in Ein­klang? Unter­schied­li­che Kanäle, auf denen nicht alle­samt Das­selbe ver­brei­tet wird, sind sicher­lich eine Maß­nahme. Ein Blick auf die Emp­fän­ger und deren Inter­es­sen, das man viel­leicht am Feed­back mes­sen kann, wäre sicher­lich auch hilf­reich. Und schließ­lich kennt man ja auch seine Pap­pen­hei­mer eini­ger­ma­ßen.

Lauers Lüftchen

Ich habe diese aus Pira­ten­par­tei­rich­tung kom­mende Lanz-Petition nicht so recht ver­stan­den. Die Peti­tion, soweit ich ver­stan­den habe, rich­tet sich gegen die mas­sive Öffent­lich­keit, die die Contra-Lanz-Petition hat, ver­weist auf angeb­lich wich­ti­gere Dinge und meint, da das For­mat eine Show sei, sei nichts ande­res zu erwar­ten als Show, d.h. als so-tun-als-ob man es ernst meint.

Das glaube ich nicht. In den Talk-Shows fin­den Gesprä­che statt, auch mit Poli­ti­kern, und hier gibt es eine berech­tigte Erwar­tungs­hal­tung, dass man nicht rund­herum belo­gen wird.

Zudem schien mir auf den ers­ten Blick nahe­lie­gen­der, dass man selbst Öffent­lich­keit haben wollte:

Nun ja, bun­des­weit ist die Pira­ten­par­tei und auch Herr Lauer kaum noch in media­ler Behand­lung, sehr wohl noch in der Ber­li­ner Presse, aber da sit­zen sie ja auch im Abge­ord­ne­ten­haus. Eine andere Sicht­weise prä­sen­tie­ren da Mat­thias Dell:

“Der Ber­li­ner Pira­ten­po­li­ti­ker Chris­to­pher Lauer star­tete am Sams­tag im Netz eine Gegen-Petition mit dem Titel: ‘Mar­kus Lanz soll mal bitte seine Show so machen, wie er will, immer­hin ist er ja erwach­sen’, die bis Mon­tag­mit­tag ein paar hun­dert Per­so­nen unter­zeich­ne­ten. ‘Die Lanz-Debatte der ver­gan­ge­nen Tage ist doch etwas gro­tesk’, begrün­dete Lauer seine Initia­tive.’”
Dass ein Pira­ten­po­li­ti­ker so pseu­do­lo­cker medi­en­kon­ser­va­tiv argu­men­tiert, könnte man bei­nahe für eine Nach­richt hal­ten.

In der Tat – wenn die Pira­ten­par­tei bun­des­weit gerade noch in aller Munde wäre. Wobei ich es noch schlim­mer finde, medi­en­kon­ser­va­tiv bezeich­net zu wer­den als ten­den­ti­ell popu­lis­tisch.

Ca$h

Vor­ges­tern wurde Ca$h von TVSpiel­film als Tages­tipp aus­er­ko­ren. Dum­mer Weise schaffte es ZDF­neo dann nicht, den Film auch zu sen­den, son­dern sen­dete irgend­was schon dut­zend­fach Gelau­fe­nes. Nun sen­det man ihn am 31. Januar, ohne dass er in den Fern­seh­zeit­schrif­ten ange­kün­digt wäre, statt dem wenig inter­es­san­ten Cock­tail mit Tom Cruise.

Ca$h ist ein Heist-Movie, belehrt mich Wiki­pe­dia, d.h. ein Film, in dem die Pla­nung und Durch­füh­rung einer Gau­ne­rei im Zen­trum der Hand­lung steht. Und wie bei Oceans Ele­ven und so ist das auch der inter­es­sante Teil, wäh­rend der Schluss unge­mein abfällt.

Bei Ca$h ist es halt so, SPOILERALARM dass die Gau­ner die zuvor ein­be­zo­gene Poli­zis­tin mit einem lee­ren Kof­fer, in dem sie Dia­man­ten glaubt, ver­folgt von ande­ren Gau­nern, die den Kof­fer haben wol­len, ent­wi­schen las­sen. Blöd ist nur: Wenn die ande­ren Gau­ner die Poli­zis­tin ein­fan­gen, sehen sie ja, dass der Kof­fer leer ist, und gehen auf Jagd nach den Haupt­gau­nern. Das ist ein etwas selt­sa­mer Schluss, gemes­sen an der Rafi­nesse, die die Haupt­gau­ner zunächst an den Tag legen.

Aber egal, der Film hat sehr gut unter­hal­ten und ist emp­feh­lens­wert.

Wozu der Lanz noch taugt…

… um sich als Eng­län­der zu freuen, dass das eigene Fern­seh­pro­gramm bes­ser ist:

Ich hab’ wohl nichts ver­passt.

mdbl0g

Da lese ich doch ges­tern Der Trend geht zum Zweit­blog von Kon­stan­tin Klein und habe noch im Ohr, dass ein Zweit­blog ja inso­fern blöd ist, als dass man seine Infor­ma­tio­nen nicht ver­dop­peln könnte und inso­fern ein wei­te­rer Blog so eine Sache sei, gerade für Leute wie mich, die ja schon auf vier Blogs Zeugs raus­hauen – DA gelange ich über ronsens.net auf das Blog­sys­tem mdbl0g.

Und das sah schon so ziem­lich genau so aus, wie ich mir ein klei­nes Blog so vor­stelle. Nicht ganz, aber es kam mei­nen Wunsch­vor­stel­lun­gen schon ver­dammt, ver­dammt nahe.

Also schwupps instal­liert, und es hapert etwas bei mei­nem Hos­ter, was ich von dem aller­dings schon gewöhnt bin, und rum­pro­biert. Gefiel mir alles so sehr, dass ich auf der Basis­ebene mei­ner Nur-ich-mein-Blog-Seite diese Soft­ware instal­liert habe. Und damit bin ich wohl einer unter 10 Anwen­dern, die dazu gehö­ren, was die Sache natür­lich noch coo­ler macht.

Kom­men wir also zu der Frage Wozu zum Geier denn noch ein Blog? Tja, so bedeu­tungs­schwan­ger die Frage auch sein mag, sie lässt sich beant­wor­ten. Ich habe ein Blog für per­sön­li­che Geschich­ten, Foto­knip­ser und gele­sene Bücher, eins für aktuell-öffentlich Rele­van­tes, ein Lokal­blog, dass ich nicht alleine befüt­tere, und nun eben das neue, das ich als Shout­box ver­wende, d.h. für the­ma­tisch unrunde Gedan­ken, die ange­dacht, aber nicht in die­sem Blog wei­ter ver­folgt wer­den.

Wer sich beschwert, Twit­ter oder Face­book zu viel Zeugs zu über­las­sen, der über­lege sich doch der­art ein­fach ein­mal, sein Zeugs selbst irgendwo raus­zu­hauen, so klein und unsau­ber for­mu­liert es auch sei. Mir macht das gerade aus­ge­spro­chen viel Spaß und es kommt dem ursprüng­li­chen Blog­gen sehr nahe. Nur das frü­her mehr ver­linkt wurde unter­ein­an­der, aber da hat­ten wir auch noch mehr Lametta.

Ist Promitrauer um Michael Schumacher passend?

Michael Schu­ma­cher ist ver­un­glückt und diese Nach­richt hat im Inter­net für eine Welle der Anteils­nahme, aber auch Kri­tik an die­ser Welle gesorgt. Sicher­lich gibt es unkri­ti­sche Kom­men­ta­to­ren, die sich über Trau­ernde unan­ge­mes­sen auf­re­gen, aber das bedeu­tet nicht, dass es hier keine sach­lich ange­mes­sene Kri­tik geben kann.

Aber zunächst: Die Rede von Stell­ver­tre­ter­trauer halte ich für falsch. Nie­mand trau­ert über den Unfall von Michael Schu­ma­cher, weil er über etwas ande­res nicht so trau­ern kann. Zumin­dest nie­mand, der nicht vor­be­las­tet ist. Jemand, der Stell­ver­tre­ter­trauer annimmt, müsste bei die­ser Argu­men­ta­ti­ons­ak­zep­tanz bei Take-That-Konzerten auch von Stell­ver­tre­ter­freude aus­ge­hen, sprich: Der aus­schlag­ge­bende Grund für die Emo­tion ist egal. Hier kann man anset­zen und sagen Emo­tio­nen sind eben nicht ratio­nal ange­legt, damit zer­stört man aber auch die Rede von Stell­ver­tre­ter­trauer.

Der Kern des Ansto­ßes bei sol­cher Pro­mit­rauer ist nicht, dass über­haupt getrau­ert wird, son­dern dass das Thema über­mä­ßig ange­gan­gen wird. Die Frage wäre, ob eine ratio­nale Ana­lyse Trauer aus guten Grün­den beein­träch­tigt. Wenn Michael Schu­ma­cher also ange­schos­sen wor­den wäre, erzeugt das einen ande­ren Mit­gleids­grund, als wenn er wie angeb­lich gerade, durch Risi­ko­ver­hal­ten sein Leben aufs Spiel setzt?

Ich habe mich dazu öffent­lich nicht posi­tio­niert, weil ich allen selbst über­lasse, wie sie mit dem Thema umge­hen möch­ten. Ich würde aller­dingts Leute aus mei­ner Time­line feu­ern, wenn sie nur noch rum­heu­len wür­den. Was ich aber offen­sicht­lich finde, dass Medien wie RTL das Thema gro­tesk ver­feh­len, wenn sie einen Groß­teil ihrer “Nach­rich­ten” mit Spe­ku­la­tio­nen um den Unfall und die Betei­lig­ten an Hand ver­wen­den und zwei Kor­re­spon­den­ten am unter­schied­li­chen Orten in Frank­reich vor die Kamera stel­len, die sagen, bis­her könne man nichts Genaues sagen. Da wird nicht Jour­na­lis­mus betrie­ben, son­dern es wer­den Emo­tio­nen aus­ge­schlach­tet.

Genau das kann man eini­gen Trau­ern­den sicher­lich auch ankrei­den. Aber ver­bo­ten ist das nicht. Und viel­leicht sollte man sich nicht mal öffent­lich dar­über auf­re­gen.

Weihnachtsstöckchen

Win­ter­de­pres­sion?
Bekannt. Die­sen Win­ter kommt wohl die schwie­rige Zeit wohl noch, wenn wie letz­ten Win­ter der Schnee erst nach Weih­nach­ten ran­rauscht. Spat­zier­gänge und drin­nen ange­nehme Beleuch­tung – mein Mit­tel gegen unter­schwel­lig schlechte Laune.

Urlaub?
2014 ist die Krim wie­der stan­dard­mä­ßig dran und ich freue mich jetzt schon wie Bolle.

Sport?
Muss ich wie­der ange­hen, ist ein­ge­schla­fen.

Liebe?
Läuft.

Dro­gen?
Alko­hol. Weiß­biere fan­gen an, stan­dard­mä­ßig zu schä­deln. Wodka ist mein Freund. Horitza ice, ein Wodka in einer blauen Fla­sche, die durch­sich­tig wird, wenn sie rich­tig kalt wird. Wie ein Russe mir sagte: “Wenn Fla­sche ist weiß, Wodka ist sehr, sehr gut. Wenn Fla­sche ist blau: Ist okay.”

Bücher?
Habe für diese Seite begon­nen, auch mal Trash zu lesen, werde ich aber wohl wie­der von run­ter kom­men, da die rich­tig guten Sachen dann zu kurz kom­men.

Rot­wein?
Dorn­fel­der. Letz­tens aber ein Wein zum Kochen mit­ge­nom­men und beim Kochen gemerkt, dass der bes­ser so getrun­ken wer­den kann.

Weih­nach­ten?
Nur im Hei­mat­städt­chen die­ses Jahr, finde ich gut soweit.

Feh­ler?
Wie­der nicht so weit gekom­men, wie ich wollte, aber der genervte Ehr­geiz steigt.

2013?
Wird in Erin­ne­rung blei­ben wegen ein paar merk­wür­di­gen Momen­ten.

Ich gebe wei­ter an Tat­jana und Mar­kus.

Kalkofes Jahresrückblick – Georgina Fleur

Das Mitgeschiffte

Ich glaube, dass das Inter­net­por­no­sur­fen ja tabu­tech­nisch und quan­ti­ta­tiv das Puff­ge­hen links über­holt hat. Jeden­falls wird es durch Berich­tert­at­tung ja gerne mal gehy­pet:

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Vor 5 Jahren