Guten Morgen

MorgenkaffeeUnd schwupss ist schon wieder letzter Ostertag für dieses Jahr. Irgendwie hat man aber eher das Gefühl von Abschied als von Neuanfang, man kehrt ja wieder in den Alltag zurück. Geschrieben wird trotzdem im Internet, deswegen lesen wir, dass

Markus Kompa sich mit dem merkwürdigen Verhalten der Zeitungen auf die Umfragen- und Wahlerfolge der Piratenpartei auseinandersetzt und meint, je höher der NRW-Wahlerfolg der Partei, desto deutlicher das Zeichen, dass Zeitungsverlage an politischer Einflussvermögen einbüßen.

Ulrich Horn erfreut mit einem bissigen Artikel zur immer noch nicht ganz in die Vollen gehenden NRW-CDU. Dabei fällt mir ein weiteres Mal auf, wie seicht dagegen der im letzten Wahlkampf so bedeutende Wir-in-NRW-Blog daher kommt und wie stark Journalisten dem Bereich der politischen Bloggosphäre die Messlatte anzeigen. Man selbst schreibt gar nicht mehr so viel zu Politik wie früher, einfach weil die Lücke, die bislang da war, besser geschlossen wird.

Es ist aber auch nicht nur die Piratenpartei, die den Qualitätsverfall der Medien zu spüren bekommt, auch Günter Grass wiederfährt eine bedauerliche Medieninterpretation, meint man beim Spiegelblog. Es ist vergleichsweise erhellend, wie Avi Primor mit der Angelegenheit bei den Tagesthemen umgeht. Zuvor hatte die Berliner Zeitung Primor interviewt.

Da passt es irgendwie, wenn Chris Anderson, Chef der amerikanischen WIRED, sagt, der Großteil der Zeitungen habe mit Journalismus gar nichts mehr zu tun.

Und während ich mir die Frage stelle: Ist Propaganda die Antwort der Verleger auf die Zeitungskrise? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

Nachtgeschichten vom 8. April 2012
Nachtgeschichten vom 7. April 2012

Die Nachtgeschichten von heute

Nachtgeschichten vom 6. April 2012

Die Nachtgeschichten von heute

Nachtgeschichten vom 5. April 2012

Die Nachtgeschichten von heute

Guten Morgen

Morgenkaffee

Bei der Klatschkritik ist man auf Suche nach Killerbakterien in den bunten Seiten.

In Sachsen hat der dortige Landtag ein NPD-Mitglied in einen NSU-Ausschuss gewählt – mit deutlich mehr Stimmen als die NPD selbst hat.

Eigentlich ist der NRW-Landtagswahlkampf ja schon angelaufen, aber auf dem im letzten Wahlkampf so brisanten Wir-in-NRW-Blog bleibt es ruhig. Dabei fällt das CDU-Wahlkampf-Resümee von Ulrich Horn bislang alles andere als aufbauend aus.

Anne Will und kann nicht, Teil 587

Und während ich mir die Frage stelle: Wann schreien die ersten in der FDP eigentlich nach Westerwelle als Retter? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

Nachtgeschichten vom 4. April 2012

Die Nachtgeschichten von heute

Guten Morgen

Morgenkaffee

Was waren das noch für Zeiten, als so eine Meldung noch für einen Skandal sorgte: Dioxin in Eiern in NRW entdeckt.

Ulrich Horn sieht im Vorgehen der NRW-FDP eine möglicherweise länger geplante Inszenierung.

Thomas Hornauer zieht vor Stefan Niggemeier den Schwanz ein. Hauptsache mal mit Anwalt Kohle eingefordert haben.

Und während ich mir die Frage stelle: Sollte man als Blogger nicht gleich einen Anwalt einstellen? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

Nachtgeschichten vom 3. April 2012

Die Nachtgeschichten von heute

Demokratiemißverständnisse

Sven Sorgenfrey bemüht sich um eine sachliche Auseinandersetzung mit Patrick Dörings Ausspruch “Tyrannei der Masse”. Aber wer in diesem Zuge Sätze schreibt wie

Die Netzgemeinde hat ihn dafür mit einem Shitstorm bedacht

muss sich nicht wundern, wenn er selbst nicht ernst genommen wird. Um Dörings Punkt stark zu machen, muss man sagen: Der Angriffspunkt der Piratenpartei ist, dass Basisdemokratie vielleicht fairer ist als Fraktionszwang, aber immer noch latent die Diskriminierung der Mehrheit über die Minderheit innehat.

Aber auch anderswo stößt der Demokratiebegriff weiterhin an begriffliche Grenzen, so schreibt Björn Boehning:

wenn wir nicht darauf zählen können, dass demokratische Entscheidungen auch akzeptiert werden, dann sind wir auch mit mehr Partizipationsmöglichkeiten keinen Zentimeter vorangekommen

Wie gesagt: Wenn demokratische Entscheidung nur eine Mehrheitsentscheidung darstellt, kann das immer noch eine Diskriminierung sein. Der moderne Begriff der Demokratie verweist auf einen Staat als Rechtsstaat, der nicht auf fundamentalistische, sondern begründete Argumentationen zurückgreift. Ein solcher Demokrat gibt kein Versprechen ab, Mehrheitsentscheidungen kritiklos zu akzeptieren. Das ist auch gar nicht systemnotwendig, wie Boehning meint.

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