Gute Nacht da draußen, wo immer ihr auch seid.
Guten Morgen

Morgenkaffee

Don Alp­honso schreibt lesens­wert über die Edathy-Affäre und kommt zu dem Schluss, dass nie­mand davon erfah­ren hätte, hätte sich die Staats­an­walt­schaft ann alle recht­li­chen Vor­ga­ben kor­rek­ter Weise gehal­ten. Für Don Alp­honso ist der Fall Eda­thy eine Art Blau­pause für das, was einem bei der Vor­rats­da­ten­spei­che­rung blüht.

Michael Spreng meint, wäre Opper­mann Bun­des­mi­nis­ter gewor­den, wäre er schon längst weg vom Fens­ter.

Im Alt­pa­pier lässt sich nach­le­sen, dass man beim SPIEGEL unter einer intel­lek­tu­el­len Füh­rungs­lo­sig­keit lei­det.

Und wäh­rend ich mir die Frage stelle: Ist ein früh­zei­ti­ger Rück­tritt nicht eine Chance für einen Poli­ti­ker? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

Lesezeichen vom 15. Februar 2014
Lesezeichen von heute

Was ich noch sagen wollte… zu Edathy und der Schuldfrage

Irgend­wie geht mir das Rum­ge­eiere der Medien zu aktu­el­len Affä­ren zuneh­mend auf den Zei­ger. Ges­tern sah ich die ZDF-Nachrichten und in der 19 Uhr Sen­dung und der nach­fol­gen­den Spe­zi­al­sen­dung hat man es nicht auf die Kette gekriegt, Ver­dachts­mo­mente, Unschulds­ver­mu­tung und Gerüchte aus­ein­an­der zu hal­ten.

Auch die FAZ gibt gerade die Mel­dung des SPIEGEL über ein Inter­view mit Eda­thy hält sich wei­ter­hin für unschul­dig wie­der, als ob das so etwas Unein­sich­ti­ges wäre – in recht­li­cher Hin­sicht gibt es ja der­zeit offen­bar über­haupt kei­nen Hin­weis einer Schuld.

Span­nend wird es bezüg­lich des Geheim­nis­ver­ra­tes: Zwar kann man Fried­rich wei­ter­hin vor­wer­fen, Geheim­nis­ver­rat began­gen zu haben, aber sofern Eda­thy nichts vor­zu­wer­fen ist, kann man wohl nie­man­dem die Ver­ei­te­lung der Straf­ver­fol­gung vor­wer­fen.

Einer­seits ist das Ver­hal­ten Eda­thys mora­lisch höchst dis­pu­ta­bel, aller­dings juris­tisch nicht straf­bar. Und auf die­ser Grund­lage dil­le­tan­tie­ren da Poli­ti­ker, Juris­ten und Jour­na­lis­ten um des­sen Kopf und Kra­gen. Unfass­bar.

Lesezeichen vom 14. Februar 2014
Guten Morgen

Morgenkaffee

Die Edathy-Affäre zählt wohl zu den sku­rils­ten Affä­ren, die die deut­sche Poli­tik in den letz­ten Jah­ren zu bie­ten hat. Und warum der Fried­rich noch im Amt ist, erschließt sich mir nicht. Viel­leicht ist es mit Fefe erklär­bar, der meint

Ich glaube aber nicht, dass Fried­rich irgend­wel­che Kon­se­quen­zen befürch­ten muss. Dem glaubt doch jeder sofort, dass er gar nicht durch­blickt hat, was er da getan hat.

Chris­tian Rath schreibt süf­fi­sant zur unsäg­li­chen Edathy-Affäre:

natür­lich ist auch eine poli­zei­li­che Infor­ma­tion im Vor­feld eines Ver­dachts schon ein Dienst­ge­heim­nis, das ein Innen­mi­nis­ter nicht ohne recht­lich trag­fä­hi­gen Grund wei­ter­ge­ben darf. [...] Wer einem Ver­däch­ti­gen, der offen­sicht­lich vom Ver­dacht weiß, noch zwei Monate Zeit gibt, bis eine Haus­durch­su­chung statt­fin­det, braucht sich über einen man­geln­den Über­ra­schungs­ef­fekt nun wirk­lich nicht zu beschwe­ren.

Und wäh­rend ich mir die Frage stelle: Wel­ches Bau­ern­o­fer nun wohl dran glau­ben muss? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

Guten Morgen

Morgenkaffee

Jens Scholz hat heute mor­gen schon wun­der­schön musi­ziert.

Fefe hält den Gerüch­ten um die Kin­der­por­no­af­färe von Sebas­tian Eda­thy Gerüchte ent­ge­gen, die die Staats­an­walt­schaft in schlech­tes Licht stel­len wür­den.

Ste­fan Nig­ge­meier wun­dert sich über Josef Jof­fes Kri­tik an der Kri­tik aus dem Netz. Man muss aber Joffe weder lesen noch ver­ste­hen.

Und wäh­rend ich mir die Frage stelle: Haben die etwa die Feuille­tone­cke beim Per­len­tau­cher ein­ge­stellt? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

Daniel Wichmann: Ella – Die abgestumpften Leiden des jungen W.

wichmannella Daniel Wich­mann hat ein auto­bio­gra­phisch anmu­ten­des Buch über einen Daniel Wich­mann geschrie­ben, der aus Ibben­bü­ren stammt und sein Leben in Ber­lin durch Anschaf­fung eines Hun­des ver­sucht zu ändern.

Jener Daniel Wich­mann lebt mit sei­ner Freun­din in der Bun­des­haupt­stadt und gerade scheint er defi­ni­tiv ins Erwach­se­nen­le­ben hin­ein­zu­schlid­dern: Seine Freun­din ist auf dem Weg in eine weg­wei­sende beruf­li­che Posi­tion, er schließt sein Stu­dium ab und gelangt an sei­nen ers­ten Job, und in der Bezie­hung bahnt sich an, dass klar wer­den soll, wohin die Reise geht. Aller­dings krie­selt es etwas, die Freun­din ver­misst am Ver­hal­ten ihres Freun­des etwas, er beschließt einen Hund zu kau­fen, um zu zei­gen, dass er bereit ist, für die Bezie­hung etwas zu ris­kie­ren – denn er lei­det unter einer Angst vor Hun­den. Da bricht das Unheil auf ihn ein: Seine Freun­din zieht es beruf­lich nach Ham­burg, sein Job nimmt ihm die Zeit, sich pas­send um den Hund zu küm­mern. Er nimmt unan­ge­mel­det einen trink­freu­di­gen und auch sonst chao­ti­schen Unter­mie­ter auf und ver­liert wegen Hund und Unter­mie­ter Job und Woh­nung. Für unse­ren Dandy ist dies aller­dings ein Schritt in die rich­tige Rich­tung, denn erfin­det ein miet­ba­res Haus in der Umge­bung Ber­lins, in das er samt Freun­din, die es in Ham­burg alleine nicht aus­hält, und Hund ein­zu­zie­hen gedenkt.

Die Span­nung des Buches speist sich natür­lich etwas aus der Frage, inwie­weit Wich­mann hier auto­bio­gra­phisch vor­geht und was erfun­den ist. Zumin­dest – und das ist die große Stärke des Buches – betreibt er keine Schön­fär­be­rei. Seine Haupt­fi­gur ist ein ziem­li­cher Kauz, fast apa­tisch im Umgang mit sei­ner Umwelt. In den eige­nen vier Wän­den fährt er schon mal aus der Haut, wäh­rend er außer­halb den Schwanz ein­zieht. Sei­ner Freun­din kauft er einen Hund, um die Bezie­hung zu ret­ten, was ein doch sehr selt­sa­mer Schritt ist, wie auch die Freun­din spä­ter anmerkt und in Trä­nen aus­bricht. Und ob das Vor­ha­ben so über­haupt gelingt, steht in den Ster­nen. Sein Unter­mie­ter ist im Gegen­satz zu sei­ner eige­nen Spie­ßig­keit ein Bon­vi­vant, mit dem der Buch-Daniel aber wenig anzu­fan­gen weiß. Den Leser lässt er gerade anfangs mit vie­len Ver­glei­chen, die uner­klärt in der Luft hän­gen blei­ben, und den Kapi­teln vor­an­ge­stell­ten Zier­zi­ta­ten alleine. Aber warum sollte es dem Leser auch anders erge­hen als den Per­so­nen im Buch?

Wich­mann ver­kauft seine Leser nicht für blöd, ris­kiert eini­ges mit einer so auto­bio­gra­phi­schen Geschichte und lie­fert ein durch­aus inter­es­san­tes Ibbenbüren-Bild. Über­haupt sollte Ibben­bü­ren öfter in der Lite­ra­tur auf­tau­chen, wenn man mich fragt. Also: Lesen Sie diese Geschichte!

Daniel Wich­mann – Ella: Ein Hund fürs Leben , ISBN: 3855357943, Erschei­nungs­ter­min: 20.02.2014

Guten Morgen

Morgenkaffee

Sehr lus­tig, was Ste­fan Nig­ge­meier da auf­ge­fal­len ist: Die Süd­deut­sche Zei­tung schreibt über eine Rüge des ZDF-Publikumsrates bezüg­lich Mar­kus Lanz. Nur: Es gibt gar kei­nen ZDF-Publikumsrat. Das erin­nert ein wenig an den Preis der belei­dig­ten Zuschauer.

Der SPD-Politiker und ehe­ma­lige Vor­sit­zende des NSU-Untersuchungsauschusses Eda­thy steht unter dem Ver­dacht des Besit­zes von Kin­der­por­no­gra­phie.

Felix Magath weiß, worum es beim HSV jetzt geht: Den Kas­sen­er­halt.

Und wäh­rend ich mir die Frage stelle: Ist diese boden­lose Fern­seh­bes­ab­be­lung mal der Tod der eta­blier­ten Presse? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

Lesezeichen vom 8. Februar 2014
Lesezeichen von heute
Ich hab mir 3 Bier geholt

Dafür hätte er sich dann die Pil­len ver­knei­fen sol­len:

September 2014
Mo Di Mi Do Fr Sa So
« Aug    
1234567
891011121314
15161718192021
22232425262728
2930  
Vor 5 Jahren