Gute Nacht da draußen, wo immer ihr auch seid.
The simple truth about porn

Everything you always should remind yourself of concerning porn:

Buchtauschbörsen

Heute Abend habe ich das erte Mal nach Jahren wieder einmal Bücher in eine Buchtauschbörse eingestellt. Der erste derartige Dienst wurde irgendwann kostenpflichtig, war aber auch unsympathisch, so dass ich mich dort verzog, der Nachfolger ist gerade gar nicht erreichbar, daher bin ich nun bei MeinBuch-DeinBuch.com gelandet.

Das Gute für mich an den Tauschbörsen war, dass ich meine Bücherregale radikal umgekrempelt habe: Taschenbücher raus, gebundene Bücher rein. Inzwischen tummeln sich deutlich mehr gebundene als Taschenbücher in den Regalen, was mich etwas stutzig macht, aber auch zufrieden. Irgendwie erinnere ich mich kaum an irgendwelche Taschenbücher, die nun nicht mehr da sind. Bei gebundenen würde das anders ausschauen.

Bei booklooker.de sind zudem Bücher für sehr wenig Geld erhältlich, so dass man gar nicht tauschen muss, sondern für wenige Ocken ein gewünschtes Buch erhält. Vielleicht ist also die große Zeit der Büchertauschbörsen vorbei, der illegale E-Book-Tausch floriert andererseits auch ungemein – wer will da gebrauchte Taschenbücher?

To keep the spirit alive sind nun also 4 Büchers in eine Tauschbörse gewandert, mal sehen, ob sie angenommen werden. Bei booklooker sind sie den Aufwand nicht mehr wert, sie einfach so in ein öffentliches Bücherregal zu stellen, na, dagegen wehre ich mich. Noch.

Lesezeichen vom 1. Januar 2013

Lesezeichen von heute

Der Bibliomat

Seit ein paar Wochen leite ich ja meine Spatziergänge an öffentlichen Bücherschränken vorbei und hinterlasse wie heute wirklich Lesenswertes und sowas, was verständnisvollere Hände erreichen könnte, in diesen Glaskästen. In Kanada geht das ganze auch über einen Automaten, der gegen 2€ ein gebrauchtes Buch springen lässt:

[via]

Ja, gleiches Prinzip irgendwie, gebrauchte Bücher als Überraschungseffekt, dennoch gefallen mir die öffentlichen Bücherschränke eben doch besser, weil man viel leichter an einem nicht ganz so gewöhnlichen Ort mit anderen Menschen in Gespräche über Bücher kommt.

Die Top10-Tweets des Dezembers

Guten Morgen

Morgenkaffee

Kommen wir mal zu den Altlasten des vergangenen Jahres: Bermerkenswert ist, das Denis Scheck, dessen Literaturtipps ich noch nie befolgt habe, bis auf Joanne K- Rowling die gesamte SPIEGEL-Bestsellerliste verreißt. Und Rowling werde ich auch nicht lesen.

Da hat die öffentlich.rechtliche Gehirnwäsche aber gut funktioniert: WDR-Chefredakteur Jörg Schöneborn nennt die Rundfunktgebühr (“GEZ”) eine “Demokratie-Abgabe. Das ist auch so zíemlich der mieseste Neusprech, den ich mir für diese Steuer vorstellen kann.

Zum Gruseln: Die Neujahrsansprache an die bayrische Piratenpartei.

Und während ich mir die Frage stelle: Wie kam es eigentlich dazu, dass die Öffis, die für öffentliche Kritik da sein sollen, sich selbst aller Kritik entledigt sehen? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

Marc Fischer – Die Sache mit dem Ich

buchleser Marc Fischer nahm sich 2011 das Leben. Zudem verlor er sich in seiner selbst so genannten “Fischerwelt”, dass jede nähere Befassung mit ihm und diesem Buch nicht unbedingt zu guter Laune führt. Dem Leser bleibt bei all den in diesem Buch versammelten Reportagen Fischers die Frage, was schief gelaufen ist. Und die Frage, warum einen diese Frage umtreiben sollte. Ich vermag weder die eine, noch die andere gut zu beantworten. Der Popjournalismus, den er hier vertritt, hat durchaus Ansätze von Haltung (wie im bestechenden Text über Katja Riemann), aber eine zufriedenstellende Aussage finde ich nirgends.

Peter Lau schreibt:

T. glaubt ebenfalls, dass Berlin Fischer nicht gutgetan hat. „Wer zieht denn hier hin? Die Männer, die sich um ihre Frauen und ihre Kinder kümmern, die bleiben in Solingen oder in Nürnberg. Nach Berlin gehen die, die etwas erleben wollen und sich für großartig halten. Und das sind dann die Leute, die in den Medien unser Bild von der Welt prägen. Marc hatte oft Freun dinnen mit Kindern, er mochte Kinder. Aber er hielt sich trotzdem alles offen. Er hatte, glaube ich, dieses Gefühl: Wenn ich mal groß bin, habe ich auch Kinder. Als er merkte, dass er schon groß war, war das für ihn ein Schock. Marc war letztlich ein sehr einsamer Mensch. Und er ist gestorben, weil keiner auf ihn aufgepasst hat. Das kann auch kein Arzt. Das müssen Freunde machen, dafür sind Freunde da.“

Ich weiß nicht, was man außerhalb der Berlin-Blase mit Fischers Erbe anfangen kann.

mehr
Cornelius Wüllenkemper: Zwischen Weltbeobachtung und Projektion
Peter Lau: Woran starb Marc Fischer? in: brand eins. Heft 2/2012, S. 152–162 (Versuch einer journalistischen Würdigung und Erklärung Fischers)

Lesezeichen vom 1. Januar 2013

Lesezeichen von heute

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