Trauer um Marc Lory: Der VfB verliert seinen Poeten - Stuttgarter Nachrichten http://t.co/KKji9cIkp4
Lesezeichen vom 1. Februar 2014
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Lesezeichen vom 31. Januar 2014
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Lanz und die Kohle

TV-Müll

Ich hab ja ges­tern noch mal bei Lanz rein­ge­zappt, das kann ja schon mal pas­sie­ren, so lange man das ZDF noch ein­pro­gram­miert hat. Es ging da noch ein­mal ums Dschun­gel­camp, da hätte die Redak­tion auch ein­fach mal einen freien Tag machen kön­nen, und ein­fach irgend­wen ein­la­den kön­nen. Aber gut, wie­der ein­mal eine Ver­samm­lung von Leu­ten, die das For­mat ver­dam­men, und von Teil­neh­mern, die irgend­was ret­ten wol­len, die akzep­tiert haben wol­len, dass ihr Dschun­ge­lauf­ent­halt eine respek­tier­bare Her­aus­for­de­rung war.

Jeden­falls bin ich hän­gen geblie­ben, weil da so eine Dampf­plau­der­ta­sche saß, die ich optisch nicht wie­der erkannt habe, dann erläu­terte mir eine Bauch­binde, dass da Fiona Erd­mann saß. Kenne ich jetzt auch nicht aus­rei­chend, um zu sagen, aus wel­cher Ecke die mal gekro­chen kam.

Nur sab­belte sie halt kon­se­quent drauf los, als könne man sich Rele­vanz auch her­beis­ab­beln. Dazu fällt mir immer eine Ana­lyse mei­nes Philosophie-Professors ein, der nach einer Rede des Ober­bür­ger­meis­tes von Bie­le­feld, dass Bie­le­feld keine Pro­vinz sei, meinte:

Wenn man 15 Minu­ten braucht, um zu erzäh­len, dass Bie­le­feld keine Pro­vinz ist, dann belegt man eigent­lich nur, dass es Pro­vinz ist.

Und so kommt einem das bei Gior­gina oder Fiona oder wie sie gerade hei­ßen auch vor.

In die Ecke gedrängt wurde sie dann von Mar­kus Lanz, als der fragte, ob sie denn kein Geld ver­diene, wenn sie keine Auf­träge bekäme. Diese Frage ist unge­fähr so klug, als wenn man fra­gen würde, ob jemand einen Unfall gebaut hätte, der gerade mit sei­nem Wagen vor einen Baum gebret­tert ist.

Nur gibt es in Deutsch­land aus frü­he­ren Zei­ten eigent­lich die gute Sitte, über Geld nicht zu reden. Denn meist schürt man nur Eifer­süch­te­leien oder Läs­ter­vor­la­gen. Was glau­ben Sie, wozu die­nen Sen­dun­gen wie Mar­kus Lanz? Lanz inter­es­sie­ren sol­che Stil­fra­gen nicht, wenn er damit Effekt­ha­sche­rei auf unters­tem Niveau betrei­ben kann.

Und wir ler­nen: Jün­ge­ren Show­na­sen sollte man die Gefah­ren des Dschun­gel­camps genauso wie die von Sen­dun­gen wie Mar­kus Lanz erklä­ren.

Guten Morgen

Morgenkaffee

Ich blo­ckiere nun Coo­kies von Dritt­an­bie­tern. Bis­lang ohne wirk­lich stö­rende Neben­ef­fekte.

Ste­fan Nig­ge­meier nimmt Josef Joffe von der ZEIT aus­ein­an­der, der die Lanz-Kritik mit dem Anti­se­mi­tis­mus der Nazis ver­gleicht.

Heute muss ich wohl noch mal quer von ges­tern nach­gu­cken.

Brohm bricht eine Lanze für Fast Food.

Und wäh­rend ich mir die Frage stelle: Kommt eines Tages der große Trend der Rekri­ti­sie­rung der deut­schen Presse von Grund auf? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

Lesezeichen vom 30. Januar 2014
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Tucker & Dale vs Evil

Letz­tens Kalk­ofes Film­tipps gese­hen und mir dann Tucker & Dale vs Evil besorgt. Den hatte ich via Vor­schau auch noch im Hin­ter­kopf. Blöd ist halt, wenn man noch lus­tige Sze­nen aus dem Vor­spann kennt und der Film nicht unheim­lich viel mehr bie­tet. Aber Unter­hal­tung, die bes­ser als das all­täg­li­che Fern­seh­bro­gramm ist, bekommt man alle­mal gelie­fert.

Guten Morgen

Morgenkaffee

Es ist jetzt drei Jahre her, seit­dem ich inhalt­lich mich mit Mar­kus Lanz aus­ein­an­der­ge­setzt habe und eine Erwei­te­rung tut nicht Not. Ges­tern war Oli­ver Kalk­ofe aber­mals vor Ort, kün­digte dies via Face­book an und ich schal­tete mal rein: Inzwi­schen ver­zich­tet man bei der Sen­dung auf über­mä­ßig viele, kaum aus­sa­ge­kräf­tige Bauch­bin­den, aber der Rest ist gleich geblie­ben. Klap­pern gehört wohl auch für jeman­den wie Kalk­ofe zum Hand­werk, das mag man ver­zei­hen.

Ich lasse es ein­fach auf mich zukom­men, war ja auch schon öfter da und bin immer gut behan­delt wor­den. Habe aber weder vor, dort eine ritu­elle Lanz­schlach­tung vor­zu­neh­men noch mich nicht aus­re­den zu las­sen. Dies nur zur Info. Hoffe ein­fach erst ein­mal auf eine inter­es­sante und nicht lang­wei­lige Sen­dung!

(Oli­ver Kalk­ofe)

Die Sen­dung konnte die Kalkofe-Einbindung nicht ret­ten, dazu redet Lanz immer noch kon­se­quent am Wesent­li­chen vor­bei, ein­fach nur auf irgend­eine plum­pes, geneh­mes Reiz­thema hin. Und das ist eben auch schlech­tes Fern­se­hen. Nur resi­gniert die Qua­li­tät eben irgend­wann vor der Quan­ti­tät, wenn sie keine Rezep­tion fin­det. Wenn ein ZDF-Verantwortlicher meint, das Sahra-Wagenknecht-Interview sei ein ein­ma­li­ger Aus­rei­ßer Lanz’ gewe­sen, dann dis­qua­li­fi­ziert er sich für eine Dis­kus­sion über die Qua­li­tät der Sen­dung: Lanz hat das Hand­werk des kri­ti­schen Nach­fra­gens ein­fach nicht drauf. Die Gäste labern halt von sel­ber, dage­gen kann selbst Lanz wenig unter­neh­men. Ganz lus­tig war immer­hin noch, dass Kalk­ofe Dschun­gel­kö­nig und Promi Shop­ping King Peer Kus­magk nicht durch­ge­hen ließ, das Dschun­gel­camp als indi­vi­du­elle Erfah­rungs­her­aus­for­de­rung gel­ten zu las­sen – das könne man auch ohne Kame­ras haben.

Podcast-Klassiker: Fluss­kie­sel und der 24-Stunden-Blutdruckmesser.

30 Jahre RTL und bei Tho­mas Gott­schalks neuer Sen­dung zeigt man ein­mal mehr, dass man schon lange kein Fern­se­hen für Zuschauer mehr macht.

Und wäh­rend ich mir die Frage stelle: Spricht es für das Dschun­gel­camp, dass der Rest des RTL- und Fern­seh­pro­gramms schlech­ter ist? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

Lesezeichen vom 28. Januar 2014
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You-gotta-see-Blindheit

Felix Schwen­zel redet gerade von einer You-gotta-see-Blindheit und meint damit wohl ein Tei­len von Inhal­ten, ohne selbst was dazu zu sagen, in der Mei­nung, andere müss­ten das auch unbe­dingt sehen. Ein sol­ches Ver­hal­ten ist auf Face­book sehr oft anzu­tref­fen und mit Sicher­heit habe ich selbst auch schon oft bei ande­ren die Reak­tion erzeugt

Wozu zur Hölle pos­tet er da schon wie­der sowas?

Nun ist diese Blind­heit – die­sen Begriff halte ich gar nicht für unpas­send – eben fahr­läs­sig: Zunächst merkt man nicht, dass man zuviel qua­li­ta­tiv Seich­tes pos­tet, müsste aber reflek­tie­ren, dass einem das bei Ande­ren stört und sein eige­nes Ver­hal­ten ent­spre­chend anpas­sen. (Des­we­gen habe ich unter­schied­li­che Blogs und unter­schied­li­che Feeds, von denen ich die wenigs­ten durch meine Pro­file bei Twit­ter oder Face­book sau­sen lasse.)

Das Pro­jekt Is it old? scheint ja lei­der nicht wei­ter ver­folgt zu wer­den, weil es Twit­ter basiert ist und mit der neuen API nicht funk­tio­niert, war aber ein sehr guter Anzei­ger dafür, ob irgend­ein Inter­net­fund das Tei­len wert ist. Das Phä­no­men scheint mir das­selbe zu sein, dass Jour­na­lis­ten gerade ange­krei­det wird, wenn bemän­gelt wird, dass in der Causa Lanz-Petition immer neue, aber inhalt­lich nichts Neues brin­gende Arti­kel ver­öf­fent­licht wer­den, weil das Klick­auf­merk­sam­keit bringt.

Wie bringt man es nun das eigene Mit­tei­lungs­be­dürf­nis und die aku­rate Emp­fän­ger­be­las­tung in Ein­klang? Unter­schied­li­che Kanäle, auf denen nicht alle­samt Das­selbe ver­brei­tet wird, sind sicher­lich eine Maß­nahme. Ein Blick auf die Emp­fän­ger und deren Inter­es­sen, das man viel­leicht am Feed­back mes­sen kann, wäre sicher­lich auch hilf­reich. Und schließ­lich kennt man ja auch seine Pap­pen­hei­mer eini­ger­ma­ßen.

Lauers Lüftchen

Ich habe diese aus Pira­ten­par­tei­rich­tung kom­mende Lanz-Petition nicht so recht ver­stan­den. Die Peti­tion, soweit ich ver­stan­den habe, rich­tet sich gegen die mas­sive Öffent­lich­keit, die die Contra-Lanz-Petition hat, ver­weist auf angeb­lich wich­ti­gere Dinge und meint, da das For­mat eine Show sei, sei nichts ande­res zu erwar­ten als Show, d.h. als so-tun-als-ob man es ernst meint.

Das glaube ich nicht. In den Talk-Shows fin­den Gesprä­che statt, auch mit Poli­ti­kern, und hier gibt es eine berech­tigte Erwar­tungs­hal­tung, dass man nicht rund­herum belo­gen wird.

Zudem schien mir auf den ers­ten Blick nahe­lie­gen­der, dass man selbst Öffent­lich­keit haben wollte:

Nun ja, bun­des­weit ist die Pira­ten­par­tei und auch Herr Lauer kaum noch in media­ler Behand­lung, sehr wohl noch in der Ber­li­ner Presse, aber da sit­zen sie ja auch im Abge­ord­ne­ten­haus. Eine andere Sicht­weise prä­sen­tie­ren da Mat­thias Dell:

“Der Ber­li­ner Pira­ten­po­li­ti­ker Chris­to­pher Lauer star­tete am Sams­tag im Netz eine Gegen-Petition mit dem Titel: ‘Mar­kus Lanz soll mal bitte seine Show so machen, wie er will, immer­hin ist er ja erwach­sen’, die bis Mon­tag­mit­tag ein paar hun­dert Per­so­nen unter­zeich­ne­ten. ‘Die Lanz-Debatte der ver­gan­ge­nen Tage ist doch etwas gro­tesk’, begrün­dete Lauer seine Initia­tive.’”
Dass ein Pira­ten­po­li­ti­ker so pseu­do­lo­cker medi­en­kon­ser­va­tiv argu­men­tiert, könnte man bei­nahe für eine Nach­richt hal­ten.

In der Tat – wenn die Pira­ten­par­tei bun­des­weit gerade noch in aller Munde wäre. Wobei ich es noch schlim­mer finde, medi­en­kon­ser­va­tiv bezeich­net zu wer­den als ten­den­ti­ell popu­lis­tisch.

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