Gute Nacht da draußen, wo immer ihr auch seid.
Guten Morgen

morgenkaffee

In der Ber­li­ner Zei­tung fragt sich Harald Jäh­ner, wie es zu einem sol­chen Unbe­ha­gen gegen­über Google gekom­men ist, wie es in Zei­ten der Dis­kus­sion über Street View zum Aus­druck kommt:

Das pri­vate Lebens­um­feld, der kleine Gar­ten, in dem man täg­lich her­um­spa­ziert, erscheint plötz­lich als zer­brech­li­ches Ziel eines stra­fen­den, hof­fent­lich gleich­gül­ti­gen Got­tes. Es fehlt eigent­lich nur das Faden­kreuz.

Das Pro­vinz­kind hat ein Nach­wort geschrie­ben.

Ich ver­weise mal auf ein älte­res Inter­view von Jona­than Safran Foer zu sei­nem Buch Tiere essen, dass gerade in deut­scher Über­set­zung erscheint und von eini­gen Vege­ta­ri­ern als Hoff­nung für den Vege­ta­rie­ris­mus gese­hen wird. Die taz hat auch ein Inter­view.

Und wäh­rend ich mir die Frage stelle: Was will sich wohl google nach den Stra­ßen anse­hen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

Nach Facebook jetzt auch: Twitter – The Movie

Guten Morgen

morgenkaffee

Der Inter­netskep­ti­ker Johan­nes Bap­tist Ker­ner macht in sei­ner Sen­dung ähn­li­chen Namens Mister-X-Schnitzeljagd auf einen sei­ner Redak­teure – und erweckt eher Erstau­nen über seine Nai­vi­tät als über das Thema.

In der FAZ wet­tert Bert­hold Koh­ler ordent­lich gegen Google: Erstaun­lich leich­tes Spiel habe Google, sich wie der Staat auf­zu­füh­ren.

Sonja Zekri bringt bei der Süd­deut­schen die der­zei­tige Lage Russ­lands bei unzäh­li­gen Brän­den wie folgt auf den Punkt:

Russ­land ist keine Demo­kra­tie. Und so sind alle Ver­su­che, die poli­ti­schen Fol­gen die­ses “Arma­ged­dons”, wie rus­si­sche Kom­men­ta­to­ren es nen­nen, nach demo­kra­ti­schen Maß­stä­ben zu deu­ten, von begrenz­ter Aus­sa­ge­kraft.

Und wäh­rend ich mir die Frage stelle: Was für Brett­spiele spielt Ker­ner wohl noch nach für die Quote? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

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Der Puff ist zu – Wolf Schneiders Vorliebe kurzer Wörter

wolfschneider

Wolf Schnei­der hat einen schö­nen, klei­nen Video­pod­cast über kleine Wör­ter gemacht. Er ruft dazu auf, dass Blog­ger und Jour­na­lis­ten ver­ständ­li­che Texte machen sol­len und meint, dies gelänge durch die Ver­wen­dung kur­zer Wör­ter. Wis­sen­schaft­ler und Metreo­lo­gen ver­wen­de­ten oft kom­plexe Wör­ter, die durch kurze aus­ge­tauscht das, wor­über gespro­chen wer­den soll, viel leich­ter ver­ständ­lich machen wür­den.

Dies ist zunächst ein­mal ganz rich­tig. Es gibt viele Berufs­grup­pen, die kei­nen leicht ins Ohr gehen­den Slang ver­wen­den. Wis­sen­schaft­ler und Medi­en­ma­cher gehö­ren oft­mals dazu. Ich für mei­nen Teil aber arbeite gerade an der tran­szen­den­ta­len Deduk­tion des Prin­zips der Zweck­mä­ßig­keit in Kants Kri­tik der Urteils­kraft. Das Dumme ist, kür­zer kann ich die­sen Gegen­stand nicht benen­nen, ohne wich­tige Dinge unaus­ge­spro­chen zu las­sen. Manch­mal braucht man eben ver­trackt sich anhö­rende Spra­che, um prä­zise zu sein.

Im All­tag, und neh­men wir mal durch­schnitt­li­che Blog- oder Zei­tungs­ar­ti­kel, da braucht man eine ver­ständ­li­che Spra­che. Der Leser will sich mög­lichst nicht anstren­gen beim Lesen. Nach Schnei­der sind es lange Wör­ter, die diese Auf­merk­sam­keit beein­träch­ti­gen. Ich denke, es sind vor allem Frend­wör­ter, die, sofern es pas­sende Nicht­fremd­wör­ter gibt, weg­ge­las­sen wer­den soll­ten. Deutsch­spre­cher ver­ste­hen bestimmte Begriffe ein­fach leich­ter, wenn sie nicht über eine Esels­brü­cke, wie es ein Fremd­wort ist, gehen müs­sen: Ich ver­stehe schnel­ler, was der Begriff Son­nen­en­er­gie meint, als, was der Begriff Solar­en­er­gie meint, obwohl beide das­selbe bedeu­ten. Ein­fach, weil ich schon bei Sonne bild­lich an Sonne denke. Solar erweckt kein direk­tes sol­ches Bild, wenn man nicht gerade alt­sprach­lich gebil­det ist. Ähn­lich ist die Frage Wie­viele Titel hat das Album? ver­ständ­li­cher als Wie­viele Tracks hat das Album?, auch wenn Tracks kür­zer ist als Titel.

Es kommt für eine leicht ver­ständ­li­che Spra­che also ebenso auf ver­ständ­lich gewählte Wör­ter und anre­gende Erzähl­weise an. Kurze Wör­ter kön­nen Teil davon sein, müs­sen es aber nicht.

My life in a soap opera

Guten Morgen

morgenkaffee

In Frank­reich dür­fen Poli­zis­ten ab sofort auch klei­ner als 1,60m sein. Man­che mun­keln, dass der Prä­si­dent dies ver­an­lasst habe. Über­ge­wicht dür­fen sie auch haben.

Auch Fami­li­en­mi­nis­te­rin Schrö­der lässt Lob­by­is­ten mit an den Geset­zen­schrei­ben: Eine Ver­si­che­rung wurde zum Erstel­len des Kon­zepts für eine Arbeit­neh­mer­ver­si­che­rung zur Fami­li­en­pfle­ge­zeit her­an­ge­zo­gen.

Der Tage­spie­gel hat sich mal in den Regio­nal­li­gen des fuß­balls umge­se­hen und sieht ein trost­lo­ses Bild. Viele Tra­di­ti­ons­clubs ste­hen vor dem Aus.

Irgend­wie Som­mer­loch und doch selt­sam: Die Bröt­chen für den Bun­des­prä­si­den­ten wer­den immer 300 Km aus Han­no­ver her­ge­holt.

Geert Wil­ders hat in den Nie­der­lan­den nun Anzeige gegen den Blog­ger Beert Brus­sen, Macher des Blogs Geenstil,nl, erstat­tet. Der hatte einen Tweet ver­öf­fent­licht, indem zur Ermor­dung von “Wil­ders” auf­ge­ru­fen wurde. Geen­s­tijl meint nun “Aha, mit “Wil­ders” war also Geert Wil­ders gemeint”.

Und wäh­rend ich mir die Frage stelle: Sind Bröt­chen aus Han­no­ver die neuen Tul­pen aus Ams­ter­dam? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

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Niederländer wegen Tweet angeklagt

Die nie­der­län­di­schen Blog­le­ser haben gerade ihr eige­nes klei­nes Som­mer­thea­ter. Der Betrei­ber des gro­ßen nie­der­län­di­schen Blogs Geen­s­tijl, Bert Brus­sen, hat auf sei­nem Blog einen Arti­kel ver­öf­fent­licht, in dem er ein Bild eines Tweets von Moha­med Ghabri zeigt, auf dem dazu auf­ge­ru­fen wird, Geert Wil­ders umzu­brin­gen:

bedreiging geert

Über­setzt steht hier: “Reich­li­che Beloh­nung für denjenigen/diejenige, die Wil­ders’ Kehle durch­schnei­det. Am liebs­ten von rechts nach links, aber von links nach rechts ist auch ok!”

Bert Brus­sen schrieb vor den Tweet: So bringt man Geert Wil­ders um. Moha­med Ghabri hat wohl öffent­lich ver­sucht, die­sen Tweet etwas gerade zu bie­gen. Diese zusätz­li­chen Bemer­kun­gen habe Brus­sen aber nicht in sei­nem Blog ver­öf­fent­licht und somit einen fal­schen Ein­druck von Ghabri erweckt, so die inzwi­schen ermit­teln­den Beam­ten. Dabei hat Brus­sen noch nicht ein­mal gesagt, wie So bringt man Geert wil­ders um. gemeint ist. Man kann die­sen Satz sehr gut iro­nisch auf­fas­sen.

Jeden­falls musste sich Brus­sen heute bei der Utrech­ter Poli­zei ver­ant­wor­ten. Dort ver­wei­gerte er größ­ten­teils Aus­sa­gen auf Fra­gen wie Was ist Mei­nungs­frei­heit? und Was mei­nen Sie Ihren Satz? und erläu­terte den zustän­di­gen Beam­ten ledig­lich etwas die­ses Blog­d­ing und was Uni­que Visi­tors bedeu­tet.

Die Beam­ten erklär­ten ihm dann, dass er sich wegen Nöti­gung und Haß­pre­di­gens gericht­lich ver­ant­wor­ten müsse. Brus­sen macht sich in der Zwi­schen­zeit den Spaß, sich selbst zu den Vor­fäl­len zu inter­viewen.

Der Pro­zess ver­spricht also unter­halt­sam zu wer­den.

Ein Höxter Trecker macht noch keinen Blumenkübel

Die Lehre des heu­ti­gen Tages lau­tet: Es braucht mehr als einen Höx­ter Tre­cker, um in den Tren­ding Topics von Twit­ter zu lan­den. Aber für eine kleine Welle für unse­ren 2000. Tweet reichte die Mel­dung dann doch:

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Vor 5 Jahren