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Lesezeichen vom 14. Oktober 2013
Konzert: Christian Steiffen, Osnabrück, 12.10.2013

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Kon­zert zum CD-Release von Arbei­ter der Liebe und gleich­zei­tig Auf­takt der Tour mit glei­chem Namen. Die Kleine Frei­heit in Osna­brück bedeu­tet ein aus­ver­kauf­tes Heim­spiel für Chris­tian Steif­fen, das merkt man schnell. Der Ein­stieg bei vor­freu­di­ger Atmo­sphäre mit “Wie gut, dass ich hier bin” fällt bom­bas­tisch aus.

Lei­der wird das Kon­zert dadurch etwas getrübt, dass der Sound der Boxen nicht über­zeugt. Wäh­rend der Sän­ger gut durch­kommt, hört man von der eigent­li­chen Musik, die einen raf­fi­nier­ten Begleit­part spielt, wenn, dann nur dröh­nend etwas. Die Über­schwäng­lich­keit des Kleine-Freiheit-Publikums machen es dem Sän­ger im Fol­gen­den dann auch nicht so ein­fach, sei­nen gewohn­ten Charme anzu­brin­gen. Auf neue Songs rea­giert das Publi­kum kaum. Immer­hin schafft Steif­fen es, die Kon­zer­tat­mo­sphäre zu hal­ten, auch im Über­gang zur Metal-Interpretation sei­ner Songs durch die For­ma­tion Motor Steif­fen.

Und beim Metal­teil ist der Sound gleich unge­mein bes­ser, weil Schlag­zeug und Bass sich bes­ser gegen die Boxen durch­set­zen kön­nen. Da lässt sich Chris­tian Steif­fen dann auch nicht aus der Ruhe brin­gen, als er der For­de­rung des Publi­kums nach Zugabe zustimmt, die Band aber die Bühne ver­lässt. Als Qua­li­fi­ka­tion, Schlager-Nachfolger von Heino in Wacken zu wer­den, dürfte das aber locker aus­rei­chen. Der Abschluss des Kon­zerts fällt mit einem belang­lo­sen Cover von “Drum leb dein Leben” und dem drit­ten Mal “Sexu­al­ver­kehr” unauf­ge­regt aus, viel­leicht ist das an die­sem Abend auch bes­ser so.

Und damit kom­men wir zur CD-Kritik, denn das Kon­zert diente ja auch zur Vor­stel­lung sei­nes Debüt­al­bums. Auch wenn 7 der 14 Lie­der schon von der letzt­jäh­ri­gen EP bekannt sind, braucht sich die CD nicht zu ver­ste­cken. “Wie gut, dass ich hier bin” eröff­net die Scheibe genauso mit­rei­ßend, wie es beim Kon­zert funk­tio­niert. “Ich hab’ die ganze Nacht von mir geträumt” und die Neu­auf­nahme von “Sexu­al­ver­kehr”, wobei die der EP bes­ser ist, dür­fen nicht feh­len. “Cham­pa­gner und Kaviar” ist ein net­ter Tabu­bruch­ver­su­cher, “Eine Fla­sche Bier” wird als Getränk­be­sin­gung unver­ges­sen blei­ben. Bei “Ich hab’ dir den Mond gekauft” hat selbst meine Mut­ter gelacht. “Selbst­mit­leid” klingt gesang­lich etwas neben der Spur, und genau das macht “Mein bes­ter Freund” wie­der wett, das the­ma­tisch zwar etwas irri­tiert, aber beein­dru­ckend gesun­gen wird. “Ich habe Haschisch pro­biert” wirkt auf Kon­zer­ten bes­ser, “Ein Leben lang” ist wie­der schön aus­ge­sun­gen, der “Fla­sche Bier Marsch” ist das Polonasen-Muss der Platte und “Eine Rose” ein sanf­ter, pas­sen­der Abgang.

Kurz und gut: Die Befürch­tung, Steif­fen könnte auf CD gepresst über­pro­du­ziert daher­kom­men, wenn es sie denn gab, war nicht berech­tigt. Ohne Aus­set­zer unter­hält Steif­fen seine Hörer for­mi­da­bel. Seit lan­gem über­haupt man wie­der ein Album, dass man in einem Rutsch anhö­ren kann.

[ Chris­tian Steif­fen, Kleine Frei­heit, Osna­brück, 200 Gäste. Aktu­elle Tour: "Arbei­ter der Liebe", wei­tere Ter­mine: 16.10 Han­no­ver, 17.10. Dort­mund, 18.10. Wiet­mar­schen, 19.10. Karls­ruhe, 20.10. Stutt­gart, 21.10. Köln, 01.11. Wein­heim, 02.11. Bie­le­feld, 03.11. Dres­den, 05.11. Ber­lin, 06.11. Ham­burg, 07.11. Kiel, 08.11. Braun­schweig, 28.11. Bre­men, 29.11. Leip­zig ]
Lesezeichen vom 12. Oktober 2013
Lesezeichen vom 11. Oktober 2013
Lesezeichen von heute
Guten Morgen

Morgenkaffee

Gibt’s in mei­ner Hei­mat­stadt auch nicht alle Tage: Ein Ibben­bü­re­ner knackt die Charts. Metrickz Debüt­al­bum steht bei Ama­zon und itu­nes auf 1. Gar nicht mal so übel: die erste Sin­gle Valen­tina.

Nach­dem das eng­li­sche Klatsch­blatt Daily Mail einen Müll­kü­bel­ar­ti­kel über den Guar­dian ent­leert hat, der Form, dass der Guar­dian den Ter­ro­ris­mus unter­stütze, wehrt die­ser sich dage­gen, indem er andere Zei­tungs­chefs nach ihrer Mei­nung fragt.

Der Start der Huf­fing­ton Post fiel ges­tern nicht son­der­lich posi­tiv aus, abge­se­hen von ein paar Glück­wün­schen, weni­gen Kom­men­ta­ren und Linkt­ei­lun­gen gar es allent­hal­ben schlicht einen Ver­riss.

Und wäh­rend ich mir die Frage stelle: Wie wird denn die Hupo nun auf sich auf­merk­sam machen kön­nen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

Lesezeichen vom 10. Oktober 2013
Lesezeichen von heute

Kalkofes Mattscheibe: Die Bemsels

Christian Steiffen – Sexualverkehr (official video)

Guten Morgen

Morgenkaffee

Die Huf­fing­ton Post star­tet heute ihr Por­tal in Deutsch­land, damit ist den wenigs­ten etwas neues gesagt. Bei der Deut­schen Welle erklärt man das Prin­zip Huf­fing­ton Post, wäh­rend Ste­fan Nig­ge­meier kon­sta­tiert, dass bis­lang meist nur viel Rauch um nichts oder anders: viel PR um Bou­le­vard­the­men die Hupo umgebe.

Der Lim­bur­ger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst erklärt die Kos­ten­ex­plo­sion sei­ner Resi­denz von 31 Mio. € u.a. mit dem Denk­mal­schutz. Der wird aller­dings wohl nicht die frei­ste­hende 15.000€-Badewanne vor­ge­schrie­ben haben.

Und wäh­rend ich mir die Frage stelle: Trägt Burda jetzt das finan­zi­elle Risiko der Hupo und zieht ggf. den Ste­cker? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

Monty Python reunited

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