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Lesezeichen vom 19. Juli 2013

Lesezeichen von heute

  • Whist­leb­lo­wer über US-Geheimdienste: „Sie sind beses­sen” – taz.de – Es geht um die natio­nale Sicher­heit. Das ist Staats­re­li­gion. Das wer­den sie nicht infrage stel­len. Der Obama-Regierung scheint die Geheim­hal­tung von Infor­ma­tio­nen, Geset­zen und Über­wa­chung mehr wert zu sein als Offen­heit und Trans­pa­renz.
  • SPRENGSATZ » Crazy Ger­mans – Wäh­rend Mer­kel sagte, auf deut­schen Boden müsse deut­sches Recht gel­ten, bauen die USA auf deut­schem Boden eine neue Abhör­zen­trale.
  • Sacha Brohm « Der lin­ki­sche Brohm – Gut­sche & Goy gel­ten ja gemein­hin als musi­ka­lisch unan­greif­bar, wenn man ihr musi­ka­li­sches Schaf­fen ein­fach mal nicht betrach­tet.
Guten Morgen

Morgenkaffee

Wenn die Arbeit der Bun­des­re­gie­rung zur Satire ver­kommt: Bis letzte Woche will Angela Mer­kel PRISM nur aus der Presse gekannt haben. Bis ges­tern war Regie­rungs­spre­cher Sei­bert der Mei­nung, es gäbe zwei(!) PRISMS, d.h. zwei Abhör-Projekte der Ame­ri­ka­ner mit dem­sel­ben Namen, und darf sich dafür von sei­nen Ex-Kollegen beim heute-journal vor­füh­ren las­sen. Das Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rium räumt nun ein: Nee, nee, es gibt doch nur eins.

Wikileaks-Informant Brad­ley Man­ning wird wei­ter­hin wegen “Unter­stüt­zung des Fein­des ange­klagt, was Amnesty Inter­na­tio­nal als “irr­sin­nig” bezeich­net:

Die Mili­tär­rich­te­rin Denise Lind ver­wies auf Beweise, die die Staats­an­walt­schaft im Pro­zess vor­legte. Dem­nach wur­den Doku­mente, die Man­ning wei­ter­reichte, auf dem Com­pu­ter von Ter­ror­chef Osama bin Laden gefun­den.

Deroit ist insol­vent, weil es dort kaum noch Steu­er­zah­ler gibt. Die Situa­tion hat zur hoch­s­ten Mord­rate seit 40 Jah­ren gefürt, Not­ru­fen wird erst nach 58 Minu­ten nach­ge­kom­men und die Stra­ßen­be­leuch­tung wird nachts abge­schal­tet.

Und wäh­rend ich mir die Frage stelle: Kann die Bun­des­re­gie­rung nicht end­lich jeman­den fra­gen, der sich aus­kennt? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

Lesezeichen vom 18. Juli 2013

Lesezeichen von heute

Steiffen for President

Osna­brück scheint die Wahl zum Ober­bür­ger­meis­ter im Sep­tem­ber eine fun­kel­per­lende Wahl­kampf­zeit zu besche­ren: Neben dem Kaba­ret­tis­ten Kalle Wefel bewirbt sich nun auch der Schla­ger­sän­ger Chris­tian Steif­fen und ist vor­erst zur Wahl zuge­las­sen wor­den.

Über sich selbst schreibt der Barde:

In der zwei­ten Klasse küsste er zum ers­ten Mal ein Mäd­chen und bekam einen Kau­gummi dafür. Seit­dem ist die Liebe sein stän­di­ger Weg­be­glei­ter.

Eini­ger­ma­ßen bekannt wurde Steif­fen, der immer­hin über einen guten Plat­ten­ver­trag ver­fügt, mit Lie­dern wie Eine Fla­sche Bier, Ich hab’ dir den Mond gekauft, Ein Glück, dass wir nie was mit­ein­an­der hat­ten oder Sexu­al­ver­kehr.

Sehen Sie hier noch­mal die Start­num­mer 5, er freut sich rie­sig, den Steif­fen, den Chris­tian, mit Ich hab die ganze Nacht von mir geträumt:

[Quelle: Youtube]

Ver­pas­sen Sie also nicht seine aktu­elle Tour Ich komme!

Guten Morgen

Morgenkaffee Was die Leute in die­sen Tagen so von sich geben, es ist schon bemer­kens­wert. Das Recht auf infor­melle Selbst­be­stim­mung ist

eine Idylle aus ver­gan­ge­nen Zei­ten

hat wer gesagt? CSU-MdB Hans-Peter Uhl.

Gäbe es tat­säch­lich ein ver­fas­sungs­recht­lich begrün­de­tes Grund­recht auf Sicher­heit, wür­den die Frei­heits­grund­rechte des Grund­ge­set­zes ins Leere lau­fen und auch der Kern­be­reich pri­va­ter Lebens­ge­stal­tung schutz­los wer­den.

hat wer gesagt? Sabine Leutheuser-Schnarrenberger. Aller­dings wollte sie damit die SPD angrei­fen, wobei das aktu­ell eher die Posi­tion des “USA-Verteidigungsministers”(SPIEGEL) Hans-Peter Fried­rich ist:

Sicher­heit ist ein Super­grund­recht.

und Anony­mi­tät im Inter­net wollte er doch eh schon abschaf­fen.

Und wis­sen Sie, was Ben­ja­min Fran­klin mal gesagt hat?

Jene, die grund­le­gende Frei­heit auf­ge­ben wür­den, um eine geringe vor­über­ge­hende Sicher­heit zu erwer­ben, ver­die­nen weder Frei­heit noch Sicher­heit.

Und wäh­rend ich mir die Frage stelle: Kann die Mer­kel dem Fried­rich nicht lang­sam mal ihr volls­tes Ver­trauen aus­spre­chen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

Lesezeichen vom 16. Juli 2013

Lesezeichen von heute

Guten Morgen

Morgenkaffee

Innen­mi­nis­ter Fried­rich hat in den USA nicht ein­mal her­aus­fin­den kön­nen, wie weit­ge­hend die NSA die deut­schen Bür­ger aus­spio­niert. Viel­leicht fragt er mal beim BND nach. Wie viele tat­säch­li­che Ter­ror­ge­fah­ren tat­säch­lich durch PRISM ver­hin­dert wur­den? Fra­gen Sie nicht den Minis­ter.

Tho­mas Otto schreibt, 30% der Amazon-Bewertungen seien gefälscht. 5€ bekommt man für eine der­ar­tige Rezen­sion.

Adrian Chen stellt die Frage:

After all, the U.S. would never think of shiel­ding someone accu­sed of ille­gally lea­king ano­ther country’s clas­si­fied infor­ma­tion, right? Ha ha, of course we would.

und bespricht dann den Fall des Schwei­zers Michel Chris­to­pher Meili, den die USA beschützte, als die Schweiz hin­ter ihm her war.

Fluss­kie­sel bespricht Timi­so­reana.

Und wäh­rend ich mir die Frage stelle: Würde ein Poli­ti­ker wohl gewählt wer­den, wenn er ein­fach nur ver­spricht, immer ehr­lich zu sein? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

Lesezeichen vom 15. Juli 2013

Lesezeichen von heute

Guten Morgen

Morgenkaffee Für alle Freunde von tol­len Popquiz­zen enpfehle ich heute ein­mal Sacha Brohms TOLLES POPQUIZ 2013.

Ste­fan Nig­ge­meier meint, Angela Mer­kel habe nichts Wesent­li­ches zu sagen zum aktu­el­len Abhör­skan­dal – und tue das auch.

Der neue Radio-Tatort ist raus. Till­mann liest E-Mail für alle und Tat­jana Steve Mar­tins Shop­girl.

Und wäh­rend ich mir die Frage stelle: Wun­dert sich noch jemand, dass die Mer­kel auch in der DDR nie die Klappe auf­ge­macht hat? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

Vertrauen

kannitverstanIn zwei unter­schied­li­chen Blogs war gerade die Rede von Ver­trauen: Bei Had­mut Danisch und Felix Schwen­zel. Zwei sehr unter­schied­li­chen Blogs. Hart­mut Danish nahm die Feder auf, dass selbst unter Kri­mi­nel­len Ver­trauen herr­schen müsse, damit Sys­teme wie das der Mafia funk­tio­niere. Felix Schwen­zel schreibt dar­über, dass Ver­trauen gegen­über Fir­men dar­über ent­scheide, wie groß der Zuspruch ihrer Kun­den sei. Was bedeu­tet nun eigent­lich Ver­trauen?

Ver­trauen ist die zwi­schen­mensch­li­che, nicht­ver­trag­li­che Annahme, mein Gegen­über bekenne sich einer mora­li­schen Ver­ant­wor­tung´, sei daher mir gegen­über auf­rich­tig und wolle mir durch das, was er tut, nicht scha­den. Inso­fern ist Miss­trauen sicher­lich das Gegen­stück zu Ver­trauen, aber Ver­trauen ist mehr als die Abwe­sen­heit von Miss­trauen, was auch ledig­lich Unbe­küm­mert­heit sein kann: Man hegt kei­nen Arg­wohn.

Im eigent­li­chen Kon­text bezieht sich Ver­traue auf ein sozia­les Ver­hält­nis zwi­schen mora­li­schen Per­so­nen. Es rich­tet sich nicht auf juris­ti­sche Per­so­nen.

Der Feh­ler, der im Mafia-Beispiel began­gen wird, das Danisch auf­greift, ist, dass Ver­trauen ledig­lich als funk­tio­nie­ren­des Netz­werk ange­se­hen wird. Die Mafia ist oft­mals ein funk­tio­nie­ren­des Netz­werk, beruht aber grund­le­gend auf Miss­trauen, Angst und Geld­gier. Sofern ein Teil des Netz­wer­kes die Spiel­re­geln die­ses Netz­werks kennt, weiß er, dass er nie­man­dem inner­halb des Netz­wer­kes, außer even­tu­ell sei­ner gene­ti­schen Fami­lie, d.i. Per­so­nen, die in einem grunf­sätz­li­chem sozia­len Ver­hält­nis ihm gegen­über ste­hen, ver­trauen sollte. Zwar kann er davon aus­ge­hen, dass es bestimmte Funk­ti­ons­wei­sen inner­halb die­ses Netz­wer­kes gibt, mit ande­ren Wor­ten: Er kann dar­auf ver­trauen, dass bestimmte Hand­lungs­wei­sen von stat­ten gehen, aller­dings ist diese Rede von Ver­trauen nur eine über­tra­gene. Kurzum: Im Kern heitß Ver­trauen inner­halb des Mafia-Beispiels: Die Mafia ist ein funk­tio­nie­ren­des Netz­werk, weil das Netz­werk funk­tio­niert. Rede ich davon, dass selbst die Mafia Ver­trauen brau­che, ver­mi­sche ich zwei Rede­wei­sen von Ver­trauen: Die ursprüng­lich mora­li­sche und die über­tra­ge­nen, bloß tech­ni­sche.

Und wenn Felix Schwen­zel “das ange­sichts der unfass­bar­keit all die­ser hin­ter­fot­zig­keit und unauf­rich­tig­keit” von Fir­men sein Pop­corn im Halse steckt, sollte ebenso berück­sich­tigt wer­den, dass es schon ein Feh­ler war, bei Fir­men in mora­li­schem Sinne von Ver­trauen aus­zu­ge­hen. Wie beim Mafia-Beispiel kann man nur davon aus­ge­hen, dass ein Netz­werk funk­tio­niert, wobei die­ses in Rede ste­hende Netz­werk Nut­zer offen­bar als mora­li­sche Per­so­nen aner­ken­nen sollte und nicht ledig­lich als tech­ni­sche Bau­steine. Aus blo­ßer Sicht der Spiel­theo­rie völ­lig unver­ständ­lich.

[ Foto: Rachel Pasch - What part of... | CC BY-NC 2.0 ]

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