Katrin Schuster kritisiert die aktuelle Bücher-Bestseller-Liste anhand der ersten Sätze der Bücher. Mehr sollte man wohl auch nicht unbedingt lesen.
Amanda Knox ist in Italien vom Vorwurf, ihre Mitbewohnerin ermordet zu haben, aus Mangel an Beweisen freigesprochen worden. Wie Zeitungsberichte ausgesehen hätte, wenn sie nicht freigesprochen worden wäre, zeigt ein aus Versehen online gegangener Bericht der englischen Daily Mail.
Ben Becker spricht darüber, dass man in Deutschland als Schauspieler nur dann gut im Geschäft ist, wenn man mit dem Strom schwimmt.
Und während ich mir die Frage stelle: Ist die deutsche Literaturbestsellerliste bald genauso unbedeutend wie deutsche Musikcharts? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.
- Banksy – Wikiquote – The thing I hate the most about advertising is that it attracts all the bright, creative and ambitious young people, leaving us mainly with the slow and self-obsessed to become our artists.. Modern art is a disaster area. Never in the field of human history has so much been used by so many to say so little.
- Fefes Blog – Das wird euch jetzt sicher genau so überraschen wie mich: Die Polizei ruft regelmäßig Benutzerdaten von Internetfirmen ab. Der Punkt ist dabei weniger, dass sie das tun, sondern der Umfang in dem sie das tun und dass über Telefonabhöranfragen Statistiken geführt werden müssen, nicht aber über Internetdatenabfragen.
- Four-year-old learns Darth Vadar is Luke’s father – You've never seen a literally slack jaw until you've seen a four-year-old watching Empire Strikes Back for the first time and learning that Darth Vader is Luke's father.
- Sein Tod lässt mich fassungslos zurück — CARTA – die Rede Thymian Bussemers auf der Trauerfeier für Robin Meyer-Lucht.
- “Cyberspace” ist schuld – Stefan Niggemeier lässt Medienforscher Jan Schmidt zu Wort kommen, der vermutet, dass die Trennung zwischen “wirklichem Leben” und dem vermeintlich losgelösten Ort Internet nicht zuletzt von der starken Metapher des “Cyberspace” herrührt.
- Relaunch FAZ.NET – Fiete Stegers sammelt Meinungen zur neuen Internetdarstellung der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Ich habe ja schon einmal geschrieben, dass es riskant sein kann, einfach als Blogger wie Google Kurzzitate der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zu verwenden. Denn dort meint man, dass selbst Zitate in einem rechtmäßigen Umfang gerne bezahlt werden sollen. Was man dadurch auch sagt, ist: Jeder noch so kleine Satz der FAZ besitzt eine schützenswerte Schöpfungshöhe. Das bedeutet für Blogger, dass sie, wenn sie mal so eine kurze Inhaltsangabe eines FAZ-Textes übernehmen, so wie Google das macht, satte 170 € an die Hauszeitung der Deutschen Bank überweisen sollen.
Ja, und warum soll man nach Auskunft der Zeitung Zitate dieser Zeitung für so viel Geld verwenden? Schlicht jeder Text gewönne
an Akzeptanz durch diesen attraktiven Content
Tja, was immer das genau heißt, in verständlichem Deutsch lässt es sich einfach nicht mehr ausdrücken, so modern ist das.
Also lieber Hände weg von der FAZ. Und wer eine Alternative sucht, sollte sich mal in die NZZ reinlesen.
Aktualisierung 30.01.2012
Inzwischen ist die Darstellung auf der Seite der FAZ so, dass unter einem zu bezahlenden Text ein Drittel eines Gesamttextes verstanden wird, der im Zusammenhang zitiert wird. Somit sind Kurzzitate auch in der Darstellung der FAZ okay, wenn auch diese Darstellung stark nach juristischem Schnickschnack klingt.
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[ Download-Link | Musik: Little Thom - Inside joke, Mark Lyford - Chillout ]
- Fefes Blog – Facebook hat einen Deal mit diversen Mobilfunkanbietern gemacht, dass man kostenlos auch mit abgelaufener Prepaid-Karte noch Facebook klicken kann. Als nächstes muss dann die Konkurrenz nachziehen, und am Ende zahlt man nur noch für den Zugriff auf die nichtkommerziellen Seiten im Internet.
Länge: 64 Minuten
Titelliste
1. Jürgen Marcus – Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben
2. Erste Allgemeine Verunsicherung – Samurai
3. Michael Holm – Tränen lügen nicht
4. Alexi Blexi (Alexander Böhm) – Schönes Leben
5. Henri Valentino & Uschi – Im Wagen vor mir
6. Ina Müller – De Klock is dree
7. Gebrüder Blattschuss – Es gibt Gaststätten, die nie ‘nen Gast hätten
8. Marion Maerz – So wie ich
Sendungsnotitzen
- Hans Bluhm ist doch einen Tacken älter als Rolf dachte.
- Im Wagen vor mir ist nochmal mit Katrin Huß und mit Daffy Cramer intoniert worden.
- Früher wurde Samurai nicht in Radios gespielt weil es anstößig war, heute, weil es nicht ins Formatradio passt.
- Inas Nacht [Senderseite]
- Ina Müller in Jürgen von der Lippes Was liest du?
- Deutsche Bischöfe: Materieller Verzicht geht nicht – SPIEGEL ONLINE – Papst Benedikt XVI. hatte bei seinem Deutschland-Besuch verlangt, die Kirche müsse sich "entweltlichen". Es sei besser, sie wäre "von ihrer materiellen und politischen Last befreit". Die "Enteignung von Kirchengütern" vor 200 Jahren habe in der Kirche zur "Läuterung" wesentlich beigetragen. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, hatte daraufhin erklärt, dies habe "nichts mit der Abschaffung von konkreten finanziellen Ansprüchen zu tun".
- Netzpolitik: Wirtschaftsvertreter fordern Kehrtwende bei Internetpolitik – WirtschaftsWoche – "Politiker sehen im Netz vor allem die Risiken – nicht aber die Chancen", sagt der Generalsekretär des Wirtschaftsrats der CDU, Wolfgang Steiger der WirtschaftsWoche. Dabei sei die Informationstechnologie "der Maschinenbau des 21. Jahrhunderts". Die Branche wachse in Deutschland jedes Jahr um acht Prozent, beschäftige 360 000 Mitarbeiter und setzte 110 Milliarden Euro um.
- Druck auf Abweichler: Euro-Rettung vergiftet Klima in der Union – SPIEGEL ONLINE – An der Tür ranzte Pofalla Bosbach an. Dabei fielen, so rekonstruiert es ein Unionsabgeordneter, unter anderem folgende Sätze: "Ich kann deine Fresse nicht mehr sehen. Ich kann deine Scheiße nicht mehr hören." Ein anderer Abgeordneter erinnert sich nicht an den genauen Wortlauf, bestätigt aber die Auseinandersetzung und sagt, diese Zitate seien "eher untertrieben".
- Warum Euro-Rebell Bosbach an Rücktritt denkt – DerWesten – „Wenn gesagt wird, der stimmt ja nur mit Nein, weil seine Karriere-Erwartungen nicht erfüllt worden sind – also Bockigkeit und nicht Festigkeit in der Sache. Dann ist das üble Nachrede.“ Leute aus der CDU hätten ihn als frustrierten Anti-Europäer dargestellt, der der Bundeskanzlerin eins auswischen wollte.
- Barschel-Witwe stellt Strafanzeige | NDR.de – Regional – Schleswig-Holstein – Nach dem Verschwinden eines Beweisstückes im Fall des 1987 verstorbenen CDU-Politikers Uwe Barschel hat die Witwe Strafanzeige gegen unbekannt bei der Staatsanwaltschaft Lübeck gestellt. Am Mittwochvormittag ging die Anzeige von Freya Barschels Anwalt Justus Warburg bei der Staatsanwaltschaft Lübeck ein. Der Vorwurf lautet: Strafvereitelung im Amt.
- Kaufangebot für WAZ-Konzern: Was hinter Springers Coup steckt – SPIEGEL ONLINE – Springer-Boss Mathias Döpfner will nach manager-magazin-Informationen die WAZ-Gruppe kaufen. Doch die Eigentumsverhältnisse in dem Essener Konzern und sogar Springers eigene Strategie sprechen gegen den Deal. Die Offerte verfolgt daher vermutlich nur ein Ziel: den Konkurrenten zu behindern.
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[ Musik: Cherry Suede – One of a kind, Mark Lyford - Chillout ]
- CDU-Abweichler bei Euro-Abstimmung: Bravo, Bosbach! | STERN.DE – Es ist nicht nur verwunderlich, wie die Partei mit dem großen "C" im Parteinamen mit ihrem Abgeordneten Wolfgang Bosbach umspringt. Man muss das unmissverständlich benennen: Es ist eine politische und menschliche Sauerei. Die CDU-Vorsitzende Angela Merkel müsste eigentlich all jenen öffentlich widersprechen, die Bosbach in den stillen Winkeln des Bundestages als treu- und charakterlosen Karrieristen schmähen. Und er hätte auch ein schützendes Wort der Führung der Unionsfraktion verdient.
- 24.09.2011: Smarte Streber mit Skorbut (Tageszeitung Neues Deutschland) – Das Wichtigste sind den Piraten Transparenz und direkte Demokratie, gern auch technisch auf dem neuesten Stand, mit Internet. Sie wollen nichts Bestimmtes, Hauptsache, »der Bürger« (Andreas Baum) stimmt darüber ab. In diesem Punkt erweisen sich Piraten als echte Liberale: Sie brauchen in Sachfragen weder Ahnung noch Meinung zu haben. Der Markt, ach nee, »der Bürger« wird's schon richten. In der Welt der Technokraten gibt es keine unterschiedlichen, gar widersprechenden Interessen, sondern nur objektive, also logisch und technisch richtige Lösungen. Wovon man nicht programmieren kann, darüber soll man schweigen. Die Piraten sind eine Partei von System-Administratoren.
- Jacob Augstein: Wie schön die Kanzlerin säuseln kann! – SPIEGEL ONLINE – Die Deutschen sind der Meinung, es sei ein Europa der großen Konzerne. Da liegen sie nicht so falsch. Ein Europa des sozialen Ausgleichs wird es künftig noch weniger sein: Austerität heißt das Stichwort – Sparsamkeit. Das klingt nach Autorität. Und das passt. Um den Euro zu retten, werden sich die Staaten noch schlanker sparen müssen – oder sie erhöhen die Steuern.
Der Verteilungskampf wird härter. In der Vergangenheit ist er nicht zugunsten der Bürger entschieden worden. Sondern zugunsten der Konzerne.
Das hätte Jauch alles fragen können. Es liegt allerdings die Vermutung nahe, dass er der beliebteste Moderator des Landes ist, weil er solche Fragen nicht stellt.
- ‘The Adventures of Huckleberry Finn’ – Removing the N Word from Huck Finn: Top 10 Censored Books – TIME – As publishers print a new version of Mark Twain's classic 'The Adventures of Huckleberry Finn' without racial slurs, TIME takes a look at other books that have been bowdlerized
- Nokia-Werksschließung in Rumänien: "Das klingt wie 2008 in Bochum" – SPIEGEL ONLINE – So sehr sich die Parallelen zur Werksschließung in Bochum vor drei Jahren auch aufdrängen: Dem Konzern geht es heute wesentlich schlechter.
- Wolfgang Michal zum Tode Robin Meyer-Luchts: “…dass uns allen CARTA als Plattform fehlt” — CARTA – Ich wünschte, Robin, Du hättest noch längere Zeit innegehalten und über das Erreichte nachgedacht. Bei Tatjana und deinem Kind wärst Du sicher zur Ruhe gekommen. Uns allen bleibt nun, sein Projekt in seinem Sinne weiterzuführen.
- Euro-Rebellen – Lammert muss Redezeit für Abweichler erzwingen – Berliner Morgenpost –
In jeder Familie gibt es doch so den einen Onkel, der etwas merkwürdig ist. Der bei Kaffee und Kuchen stört, wo man doch gerade so einhellig beisammen sitzt. Der peinliche Sachen vom Stapel lässt, wo aller immer so verschämt ins Off versuchen zu gucken. Dessen Thema man schleunigst überlabern möchte.
Bei den Nachbarn meiner Oma war das früher deren alter Opa. Der stand immer im Vorgarten und hat von dort aus das Weltgeschehen kritisiert, immer in der Hoffnung, aber auch etwas wehmütig, auf eine bessere Zeit: “Unter Adolf hätte es sowas nicht gegeben.” Sowas wie junge Mädchen in Jeans, laut fußballtretende Knirbse, nichtgrüßende Spatziergänger, knatternde Mofas, schreiende Schulkinder auf dem Weg zum Bus, Männer, die vollbepackt ihren nichtstragenden Frauen hinterherlaufen, Türken. So ziemlich alles, was an Menschlichem die Straße rauf und runter kam.
Dabei war Adolf nur das Synonym für Konservativität. Das Sosein der Alten, das Unflexible, das Sich-nicht-mehr-ändern-wollen, die Verteidigung der eigenen Entwicklung, unkritisierbar eingelullt in den Gedanken, der Adolf hätte lediglich für all das gestanden. Wenn’s regnete wurde der Opa reingeholt, so wie man den Sonnenschirm reinholt. Er wurde aber auch reingeholt, wenn er für zu viel Aufsehen unter den Nachbarn sorgte. Man möchte eben nicht zu sehr Dorftratschthema sein.
Bei der CDU ist so ein alter Opa der Siegfried Kauder. Natürlich darf ein jeder auch dort seine eigene Meinung haben. Inwieweit er sie breittreten darf, wird aber schon noch kontrolliert. Kontrolliert, nicht gemobbt, das ist der CDU wichtig. So eine Meinung kann ja durchaus nützlich sein, schließlich gibt es diverse Meinungen in der CDU. Irgendwen wird man da schon bedienen.
Nun muss der Siggi wohl im Vorgarten gestanden haben und junge Menschen kamen vorbei. Die hatten sowas gemacht, wie ihre Mofas frisieren. Und, oh, wie ist der Siggi da energisch geworden. Welch Frefeltat. Welch Ungezogenheit. Das muss verboten werden, strengstens. Da muss man mit Härte rangehen. Damit die das mal lernen. Härte und Strenge, nicht die neumoderne Tätschelverweichlichung. Das war schon früher gut so. Aus uns ist ja schließlich auch was geworden. Sowas brüllte der da im Vorgarten.
Da kamen dann ganz fix die Doro raus und der Peter und haben den Opa reingeholt: Nee, nee, das ist jetzt nur ne Einzelmeinung, die hat weder ne Mehrheit in unserem Haus, noch wird das ersthaft mitgetragen, was der da im Vorgarten so rausposaunt hat. Alles wieder gut, wir sind noch zurechnungsfähig.
Wo käme man da auch hin, wenn man jeden in der CDU ernst nehmen würde.








