Klee, Ernst – Deutsche Medizin im Dritten Reich

Ich kom­me erst jetzt dazu, Ernst Klee zu lesen und das wird auch höchs­te Eisen­bahn, wenn in mei­ner Hei­mat schon eine Schu­le nach ihm benannt wird.
Die­ses Buch ist schon 2001 erschie­nen und befasst sich mit Kar­rie­ren von Medi­zi­nern und in der Medi­zin Täti­gen in der Zeit vor und nach 1945. Man kann Klee den Vor­wurf machen, dass sei­ne Arbeits­wei­se nicht ganz wis­sen­schaft­li­chen Stan­dards ent­spricht. Aber wer sich mit die­sem Buch befasst, merkt schnell, wie kurz­ge­grif­fen ein sol­cher Ein­wand ist. Ähn­lich wie  Dani­el Gold­ha­gen in Hitler’s wil­ling exe­cu­tio­ners, des­sen Grund­the­se ich nicht tei­le, war­tet Klee mit einer unge­mein detail­rei­chen Arbeit auf, die beein­druckt und bedrückt. Und so eine Fül­le von Infor­ma­tio­nen will mir wesent­li­cher erschei­nen als Gold­ha­gens eigen­wil­li­ge Theo­rie oder Klees Dar­stel­lungs­wei­se. Klee lässt ab und an sub­jek­ti­ve Ein­schät­zun­gen zu den beschrie­be­nen Ereig­nis­sen ein­flie­ßen, was dem Text mei­nes Erach­tens aber gut tut.

Von Klee kommt in Kür­ze Das Kul­tur­le­xi­kon zum Drit­ten Reich als Taschen­buch her­aus. Die­ses Buch unter­liegt der­sel­ben Kri­tik wie oben beschrie­ben und ist eben­so mit dem Hin­weis zu ver­se­hen, dass Klees Arbei­ten der­zeit ein­fach eine Lücke aus­fül­len.

Leseh­in­weis: ns-eugenik.de

Du magst vielleicht auch

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.