Schneller Doktorgradentzug der Uni Bayreuth ist völlig ok

Sel­ten ist wohl einem Dok­to­ran­den so schnell sei­ne Dok­tor­wür­de ent­zo­gen wor­den wie Karl-Theodor Gut­ten­berg. In die­sem Fall hat die Uni­ver­si­tät Bay­reuth voll­kom­men rich­tig gehan­delt. Die Bewei­se sei­en erdrü­ckend, hat man hin­ter vor­ge­hal­te­ner Hand gesagt. Und das sind sie ja auch. Allein die 8 Nach­wei­se von Prof. Fischer-Lescano haben für die­se Ent­schei­dung aus­ge­recht. Die schnel­le Ent­schei­dung war auch des­we­gen rich­tig, weil so Druck von der Uni­ver­si­tät und den Dozen­ten genom­men wird.

Die nach­fol­gen­den Nach­wei­se durch Gut­ten­plag haben jeden Zwei­fel aus­ge­räumt, dass es sich um die Nicht­zi­tie­run­gen durch Gut­ten­berg um Ver­se­hen han­del­te. Bei ver­se­hent­li­chen Nicht­zi­tie­run­gen kann eine Prü­fungs­kom­mis­si­on die Dok­tor­wür­de bestehen las­sen. Dies wur­de aber im Fall Gut­ten­berg voll­kom­men aus­ge­schlos­sen.

Die Uni­ver­si­tät wird noch inten­siv prü­fen, ob man einen Täu­schungs­vor­satz nach­wei­sen kann. Aber es spricht schon Bän­de, wenn Ombuds­mann Diethelm Klip­pel sagt, dass es sich bei die­sem Pla­gi­at nicht um einen Baga­tell­fall han­delt. Sowas sagt man, wenn man nicht rechts­be­griff­lich von einer vor­sätz­li­chen Täu­schung spre­chen möch­te.

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