Guten Morgen

Morgenkaffee

Kol­ja Rud­zio bei der Zeit meint, dass die Ver­än­de­run­gen bezüg­lich Hartz IV kei­ne wesent­li­chen Ver­än­de­run­gen für Hartz-IV-Familien bedeu­ten.

Schö­ne Aus­sich­ten sind das: Das Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um macht in der “Bild”-“Zeitung” groß Wer­bung für die Bun­des­wehr und zielt damit auf Gering­aus­ge­bil­de­te und Aus­län­der für eine neue Unterschichten-Armee wie in den USA.

Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter Karl-Theodor Gut­ten­berg ist der­weil sein Dok­tor­grad aberkannt wor­den. Die Uni Bay­reuth attes­tier­te ihm indi­rekt damit, dass sei­ne Arbeit eine vor­sätz­li­che Täu­schung sei, denn das ist der ein­zi­ge Grund nach der Pro­mo­ti­ons­ord­nung, ihm den Grad zu ent­zie­hen[1]. Wäre Gut­ten­berg Stu­dent einer Bundeswehr-Universität gewe­sen, hät­te er mit dienst­recht­li­chen Kon­se­quen­zen zu rech­nen. Im Kabi­nett Mer­kel sieht das aber anders aus.

Zuvor gab es eine hef­ti­ge Debat­te im Bun­des­tag um Gut­ten­bergs Pla­gi­at. Für Karl Lau­ter­bach von der SPD stellt eine Kon­se­quenz­lo­sig­keit der Täu­schung Gut­ten­bergs einen Damm­bruch bezüg­lich der Ernst­haf­tig­keit wis­sen­schaft­li­chen Arbei­tens dar.

Auch in Stef­fis Bis­tro ist eine Stel­lung­nah­me ange­bracht:

[audio:http://media.ndr.de/download/podcasts/podcast2956/AU-20110222–1846-1401.mp3]

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Was muss man für das Kabi­nett Mer­kel eigent­lich noch anstel­len, um nicht minis­te­ria­bel zu sein? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[ Foto: Luc van Gent ]

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